Forum D

Hier findet ihr Nachrichten/Meldungen aus der Gemeinde und der Samtgemeinde Dörpen und dem Emsland. Dieses Angebot ist als zeitlich begrenztes Versuchsprojekt mit ausgesuchten Medieninformationen und Eigenberichten angelegt. Hintergrund ist, dass lokale Medien immer seltener aus kleineren Gemeinden berichten und lokal interessante Vorkommnisse nicht mehr in den Medien erscheinen. Zudem ist davon auszugehen, dass gedruckte Zeitungen nach und nach eingestellt werden.

02.03.2024 Fasanenschütten: Ausgedient aber nicht entsorgt

Fasanenschütten dienen zur Fütterung während der Winterzeit. Sie wurden oftmals als niedriges Pultdach auf vier in den Boden eingebrachten Pfosten errichtet. Weniger anspruchsvolle Jäger begnügten sich manchmal mit einem ca. 50 cm über den Boden ragenden Pfosten, auf den eine etwa zwei Meter lange Latte schräg bis zum Boden angebracht wurde. Hierauf konnten dann Dachplatten gelegt werden – entweder mit hinreichend Eigengewicht oder mit Gewichtsstücken oder Ästen beschwert. Und wer besonders sparsam bauen wollte, der fand oftmals alte Faserzementplatten beispielsweise aus Abbruchmaterial von Ställen oder Schuppen.

Früher wurden diese Wellplatten allerdings mit Asbest hergestellt (Asbestzementplatten) und folglich ist davon auszugehen, dass durch die Verwendung von alten Platten für Reviereinrichtungen Asbest in die freie Natur gelangte.
Die Platten sind relativ dauerhaft, denn schließlich wurden sie für den bewitterten Außenbereich hergestellt. Der Unterbau aus Holz nahm allerdings in der Regel Feuchte aus dem Boden auf und wurde von Holzpilzen zerstört. Irgendwann brach dann die Fasanenschütte zusammen und war nicht mehr brauchbar, oder der Revierinhaber hatte sich bereits für Futterautomaten entschieden und sah keinen Nutzen mehr in den Schütten.
Abgebaut und entsorgt wurden diese nicht mehr genutzten Futterstellen oftmals jedoch nicht. Folglich sieht man gelegentlich in Gehölzen und Schonungen zusammengebrochene Fasanenschütten – in Dörpen beispielsweise in der Füchtelmörte oder im Wäldchen westlich des Seitenkanals, südlich der Neudörpener Straße. Das Holz wird sich nach einigen Jahren zersetzen, was kein Problem darstellt, wenn es unbehandelt war. Die dauerhaften Platten werden dagegen nach und nach von Laub und Zweigen bedeckt und von Moosen oder Gräsern überwachsen. Mit der Zeit werden ihre gefährlichen Bestandteile in den Boden abgegeben und im Naturkreislauf verbleiben.
Dies kann man allerdings durch eine ordnungsgemäße Entsorgung verhindern. Dem Abfall-ABC ist zu entnehmen, wie und wo Asbestzementplatten zu entsorgen sind: Staubdicht verpackt, Annahme Zentraldeponie Dörpen unbegrenzt, Zentraldeponie Venneberg und Wesuwe bis 1000 kg, allerdings kostenpflichtig, was wiederum ein Hindernis darstellen könnte.

01.03.2024   Rotorblattwartungen in luftiger Höhe

In der Dörpener Füchtelmörte kann man zurzeit sehen, wie Techniker Wartungsarbeiten an Rotorblättern von Windenergieanlagen (WEA) vornehmen. Betreiber der Anlagen ist die WnE GmbH aus Papenburg. Diese teilt uns auf Anfrage mit, dass es sich bei den aktuellen Tätigkeiten  um routinemäßige Rotorblattwartungen im Rahmen von Serviceverträgen handelt. Solche Wartungsarbeiten werden etwa alle zwei Jahre vorgenommen, wobei auch kleinere Schadstellen am Blatt ausgebessert werden.

Für diese Arbeiten werden in der Regel Seile und Hebebühnen eingesetzt, um den Technikern sicheren Zugang zu den Rotorblättern zu ermöglichen. Die Maßnahmen werden in der nächsten Woche fortgesetzt sind aber stark wetterabhängig. Starke Windverhältnisse könnten dazu führen, dass die Arbeiten vorübergehend eingestellt werden müssen.
Bislang wurden zwei der insgesamt sechs Maschinen gewartet. Während der Durchführung der Arbeiten kann es vorkommen, dass der Betrieb einzelner Anlagen – auch nachts – unterbrochen wird.

29.02.2024   Papier adé: Den Druck rausnehmen – empfiehlt Adobe
Das Softwareunternehmen Adobe fordert in einer Presseinformation vom 16.02.2024 unter dem Titel „Papier adé: Den Druck rausnehmen“ dazu auf, das ganze Jahr über auf papierreduziertes Verhalten zu achten. „Go Paperless“ lautet das Motto.
Druckmarkt impressions – ein monatlich erscheinendes PDF-Magazin(!) der Fachzeitschrift Druckmarkt – argumentiert dagegen.

28.02.2024   Zeitgemäßes Hochwasservorhersagemodell für die Ems gefordert


Der Ausschuss für Umwelt des Landkreises Emsland ließ sich auf der Sitzung am 26. Februar 2024 rückblickend über die Hochwassersituation am Jahreswechsel 2023/24 berichten. Es wurde festgestellt, dass für die Vorbereitung und Planung von Hochwasserschutz- und vorsorgemaßnahmen durch die Katastrophenschutzbehörden eine möglichst genaue und zuverlässige Hochwasserprognose unerlässlich sei, erläutert die Pressestelle des Landkreises auf Anfrage im Nachgang zur Sitzung.
Nach Ansicht der Ausschussmitglieder ist es erforderlich, dass an der Ems ein zeitgemäßes Hochwasservorhersagemodell aufgebaut und betrieben wird. Das Land Niedersachsen wird daher aufgefordert, ein zeitgemäßes, Landesgrenzen übergreifendes, interkommunales Hochwasservorhersagesystem bzw. -modell an der Ems aufzustellen und zu betreiben. Bereits im Hochwasserrisikomanagementplan 2021-2027 für den deutschen Teil der Flussgebietseinheit Ems sei auf Anregung des Landkreises Emsland festgehalten worden, dass hier ein Hochwasservorhersagesystem installiert werden müsse.
Auf Anfrage teilt uns das Umweltministerium in Hannover hierzu mit, der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) arbeite gemeinsam mit dem Umweltministerium an einer Hochwasservorhersage entlang der Ems von der Landesgrenze zu NRW bis zur Tidegrenze; diese befinde sich derzeit noch im Planungsstadium.
Weiter wird erläutert, die Hochwasservorhersagezentrale des NLWKN  sei vor einigen Jahren gegründet worden und habe zunächst Einzugsgebiete z. B. im Harz modelliert, wo die kleineren Flüsse in ihren Oberläufen im Hochwasserfall sehr viel schneller reagierten und das Risiko für die Bevölkerung deutlich größer sei. Innerhalb von Niedersachsen würden immer mehr Gebiete in die Vorhersage übernommen. Ein operativer Betrieb innerhalb eines Einzugsgebietes sei möglich, sobald eine aufwändige Modellierung erfolgreich abgeschlossen werden könne, so die nicht besonders konkrete Antwort aus Hannover.

28.02.2024   Jetzt online: Neue Ausgabe von DBUaktuell Umweltbildung
Die neueste Ausgabe des DBUaktuell Newsletters Umweltbildung stellt Bildungsprojekte zum Thema Klimaschutz vor. Im Vorhaben „Der Norden taucht ab“ wurde gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern eine Wanderausstellung konzipiert. Sie informiert über wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel, seine Ursachen, Folgen und mögliche Gegenmaßnahmen. Dazu stehen umfangreiches Unterrichtsmaterial und ein Buch zum kostenlosen Download zur Verfügung. Im Projekt der Nebenan-Stiftung geht es um Nachbarschaftsprojekte zum Klimaschutz. Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) bietet einen berufsbegleitenden Studiengang zu Bildung-Nachhaltigkeit-Transformation. Außerdem gibt es Informationen zu Ausstellungen, Veranstaltungen und Videoformaten.

27.02.2024   Baumfällungen an der Industriestraße Ost für eine Gewerbeansiedlung 

 Am vergangenen Freitag wurden südlich der Industriestraße Ost auf einer Länge von ca. 80 m Bäume gefällt. Vor Ort war zu erfahren, dass hier eine Gewerbeansiedlung geplant sei. Unsere Nachfrage bei der Gemeinde Dörpen ergab, dass die Firma Hoyer aus Visselhövede das an diesen Grünstreifen angrenzende Grundstück erworben hat und hier eine weitere Betriebsstätte eröffnen möchte. Entstehen wird eine LKW-Tankstelle und ein Mineralölhandel mit Verkaufsbüro. Die Firma Hoyer hatte bei der Gemeinde Dörpen beantragt, den vorhandenen Grünstreifen entlang des eigenen Grundstückes beseitigen zu dürfen, um eine bessere Einsehbarkeit des Grundstückes zu erreichen. Das Unternehmen erklärte sich bereit, den Grünsteifen auf eigene Kosten an anderer Stelle zu kompensieren. Da der Grünstreifen im Bebauungsplan festgelegt ist, müsste dieser entsprechend angepasst werden. Vor dem Hintergrund, dass die gesetzlich festgelegte Zeit zur Beseitigung solcher Grünanlagen bald ausläuft, wurde der Bitte der Firma Hoyer, den Grünstreifen im Vorgriff beschneiden zu dürfen, entsprochen.
Die Firma Hoyer bestätigte uns, dass im Frühjahr mit dem Bau einer Automatentankstelle und eines Verkaufsbüros begonnen werden soll; die Eröffnung ist für Herbst 2024 vorgesehen.

26.02.2024   Sicherheitsbedenken gegen Einstieg von Rosatom bei Brennelementefabrik Lingen
Der geplante Ausbau der Brennelementefabrik in Lingen in Kooperation mit dem russischen Staatskonzern Rosatom gefährdet die Sicherheit Deutschlands und weiterer Staaten in der EU. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle juristische und sachliche Bewertung des Vorhabens im Auftrag der bundesweiten Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt. Nach Ansicht von Rechtsanwältin Dr. Michéle John gefährdet der Einstieg Rosatoms die Sicherheit Deutschlands und seiner Verbündeten – durch Möglichkeiten von Spionage, Sabotage und Desinformation. Bereits die bloße Möglichkeit einer solchen Gefährdung müsse zur Ablehnung des Genehmigungsantrags führen.

25.02.2024   NDR-Rückblick: Kahlschlag in Sögel für Transport nach Dörpen
Am 9. Mai 2019 wurden an etlichen Alleebäumen in Sögel die zur Fahrbahnseite wachsenden Äste abgesägt. Das ausführende Unternehmen hatte keine Genehmigung für das Beschneiden der Bäume – lediglich für einen geplanten Schwerlasttransport von zwei Gastanks lag eine Zustimmung vom Landkreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen, dem Sitz des Unternehmens,  vor.
Der Transport sollte zwei Wochen später über eine rund 60 Kilometer lange Route von Haselünne über Sögel zum Güterverkehrszentrum nach Dörpen durchgeführt werden. Dabei rutschte dann auf halber Strecke einer der Tanks vom Anhänger, so dass eine Bergung mit vier Schwerlastkränen geplant und durchgeführt werden musste. Die ganze Geschichte gibt es hier beim NDR.

24.02.2024   Fastenmarsch – „Interessiert mich die Bohne“

Unter diesem Motto laden das Dekanatsjugendbüro Emsland Nord und viele Stationen wieder zum Fastenmarsch ein. Am Sonntag, 03. März von 10 bis 18 Uhr öffnen viele Gemeindehäuser im Dekanat ihre Türen für Freiwillige, die Rad fahren und Gutes tun möchten. In der katholischen Pfarreiengemeinschaft Maria Magdalena Dörpen – Dersum – Heede werden Spender gesucht, sei es beim Aktiven „dabei sein“, aber auch Geld- und Lebensmittelspender für die Stationen vor Ort.
Diese Gruppen begrüßen Sie vor Ort:
Heeder Station: Jungkolping Haus Sankt Josef
Dörpener Station: Jungkolping Christophorushaus
Dersumer Station: KLJB Dersum Pfarrheim

23.02.2024   Umweltinstitut warnt vor „Kostenfalle Wasserstoff“ bei der Gebäudebeheizung
In seinem Vortrag am 21.11.2023 auf der Mitgliedervesammlung der Grünen in Papenburg hatte der Wippinger Thomas Freese darauf hingewiesen, dass Wasserstoff keine sinnvolle Option ist, um Häuser zu heizen. Das Umweltinstitut München e. V. kommt auch zu dieser Einschätzung und versucht in einer Kampagne gezielt die kommunalen Verantwortlichen zu warnen, in der kommunalen Wärmeplanung auf Wasserstoff zu setzen.
In einem Infoblatt spricht das Umweltinstitut dabei von der „Kostenfalle Wasserstoff“. Wasserstoff werde im Vergleich zu anderer Wärmeerzeugung lange sehr teuer bleiben, weil die Menge für die Nutzung in der Gebäudewärme nicht ausreichen werde. Dies uns mehr berichtet Hallo Wippingen.

22.02.2024   Nabu Emsland Nord blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück
Im nördlichen Emsland, dem ehemaligen Landkreis Aschendorf-Hümmling, sind zwei Nabu-Gruppen aktiv. Der Nabu Werlte/Sögel ist vornehmlich in diesen beiden Ortschaften und deren umliegenden Gemeinden aktiv. Den restlichen Bereich des nördlichen Emslandes deckt der Nabu Emsland Nord ab. Dieser zog auf der Mitgliederversammlung am 15.02.2024 einen positiven Rückblick auf das vergangene Jahr, sieht aber gleichzeitig enorme Betätigungsmöglichkeiten für die Zukunft.
In 2023 waren 853 Personen Mitglied in der Nabu-Gruppe Emsland Nord. Davon sind 427 in Papenburg ansässig, wobei für Aschendorf zusätzlich gesondert 111 Mitglieder angegeben werden. Zwischen dreißig und vierzig Mitglieder werden den Gemeinden Esterwegen, Dörpen, Lathen, Surwold und Rhede zugeordnet. Die weiteren Mitglieder verteilen sich auf kleinere Gemeinden.

Greifvögel und Fledermäuse können Schlagopfer an den Rotorblättern werden. Zudem könnten Zugvögel von ihren angestammten Zugrouten abgelenkt werden. Dabei befinden sich in dem Gebiet wichtige Drehscheiben des internationalen Vogelzuges.

21.02.2024   Bundesmittel für Denkmalschutz auch 2024 in der Region verfügbar
Auch 2024 stehen Bundesmittel für den Denkmalschutz in der Region zur Verfügung, berichtet die Ems-Vechte-Welle. Kommunen können sich demnach für die Förderung von Sanierungsmaßnahmen an national bedeutsamen Kulturdenkmälern bewerben. Der Bund übernehme bis zu 50 Prozent der Kosten. Antragsberechtigt seien die Länder und andere Gebietskörperschaften, Kirchen, Stiftungen, Vereine oder auch Privatpersonen. Weitere Informationen zu den Fördergrundsätzen sind auf der Homepage der Kulturstaatsministerin. Die Antragstellung erfolgt über das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege.

20.02.2024   Umschlagrückgang im Papenburger Hafen
Der Umschlag an den neun Seehäfen in Niedersachsen ist 2023 im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent zurückgegangen – im Hafen Papenburg sogar um 11,7 Prozent. Im Jahr 2023 wurden im Seehafen Papenburg 531.906 Tonnen im Seegüterverkehr umgeschlagen (602.329 Tonnen im Jahr 2022). Im kombinierten See- und Binnenverkehr belief sich der Umschlag auf 688.196 Tonnen (736.826 Tonnen im Jahr 2022).
Registriert wurden Rückgänge beim Umschlag von Schiffs- und Maschinenteilen, Stahlimporten, Dünger und Torf, während der Umschlag von Holzabfällen für die Verbrennung in Kraftwerken zur Energiegewinnung leicht angestiegen ist. (Quelle: Seaports of Niedersachsen GmbH)

20.02.2024   Mobile Schadstoffsammlung startet wieder
An über 60 Haltepunkten im Emsland nimmt das Schadstoffmobil im Auftrag des Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB) Landkreis Emsland ab Montag, 26. Februar, bis Samstag, 23. März, Schadstoffe an. In Dörpen können Schadstoffe in haushaltsüblichen Mengen am Montag, den 11.03.24 Dörpen am Busbahnhof Schulzentrum in der Zeit von 16:00 bis 17:30 Uhr abgegeben werden. Weitere Informationen stellt der Landkreis auf seiner Homepage zur Verfügung.

19.02.2024   Autoreifen im Graben bei Dörpen-Haar

Vor einigen Tagen wurden ca. 20 Autoreifen samt Felgen in einem Graben rechts an der Straße von Dörpen-Haar zur Füchtelmörte abgeladen. Die Reifen liegen alle unten im Graben, so dass man sie in der Regel aus einem PKW nicht wahrnimmt. Wir bemühen uns um Klärung der Zuständigkeit und hoffen, eine Entsorgung einleiten zu können.

18.02.2024   Emeritierter Bischof Bode predigt zum Leitwort der Fastenzeit
Am Donnerstag, 29.02.2024 wird Bischof em. Franz-Josef Bode um 19:00 Uhr die Heilige Messe mit den Gottesdienstbesuchern in St. Vitus Dörpen feiern und darin zum Leitwort der Fastenzeit „Gott ist größer als unser Herz – Spuren seiner Zärtlichkeit“ predigen. Im Anschluss lädt die Kirchengemeinde zu einem Gespräch in das Christophorushaus ein.
Mehr erfährt man über Bischof em. Franz-Josef Bode auf der Homepage des Bistums Osnabrück und beispielsweise bei Wikipedia, aber auch mit einer Suche im Internet.

18.02.2024   Einschränkungen im Bahnverkehr zu erwarten
Laut NOZ werden auf der Bahnstrecke zwischen Dörpen und Lathen die Schienen in der Zeit zwischen Samstag, 24. Februar 2024 und Freitag, 1. März 2024 erneuert; es kann zu Einschränkungen in Zugverkehr kommen.

17.02.2024   Papenburg: Orgelkonzert Walcker Pur in St. Antonius
Am Sonntag, den 18. Februar 2024 konzertiert Holger Brandt, Kreiskantor in Walsrode, im Rahmen der Konzertreihe „WALCKER PUR“ an der historischen Walcker-Seifert-Orgel in der St. Antonius-Kirche in Papenburg. Anlässlich des 200. Geburtstages von Anton Bruckner im September 2024 führt Brandt seine Transkription von Bruckners siebten Sinfonie auf.
Übrigens hat die Walcker-Orgel in Papenburg eine interessante Geschichte. Erbaut für das Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen wurde die Orgel 1927 durch die renommierte Orgelbaufirma Walcker in Ludwigsburg. Mit 92 Registern, die sich auf Hauptorgel und Fernwerk aufteilten, und einem außergewöhnlich rationalem Klangkonzept, welches den Stil der Spätromantik mit dem der frühen Orgelbewegung verknüpfte, wurde sie damals als Wunderorgel tituliert, ist auf der Homepage von St. Antonius zu lesen.

16.02.2024   Qualifizierung für Seniorenbegleiter startet mit Informationsabend
Interessierte, die sich für ältere hilfebedürftige Menschen engagieren möchten, haben als Seniorenbegleitung die Chance dazu. Im Nordkreis findet ein Informationsabend am Donnerstag, 21. Februar, um 19 Uhr im Amandushaus Aschendorf, Kolpingstr. 1 – 5, statt, bevor ab März die zertifizierten Fortbildungen zur Seniorenbegleitung in Haselünne und Aschendorf starten. Diese vom Land Niedersachsen geförderte Qualifizierung innerhalb des Projekts „DUO – gemeinsam statt einsam“ ist für Teilnehmer kostenlos. Fahrtkosten werden erstattet. Weitere Informationen bietet der Landkreis Emsland hier und direkt im Seniorenstützpunkt Niedersachsen.

15.02.2024   Wie die globale Agrarindustrie unsere Lebensgrundlagen zerstört
Der Siedler Verlag veröffentlichte ein neues Buch zur Lage der globalen Landwirtschaft. Autor ist Bartholomäus Grill, ein bekannter Zeit- und Spiegelautor. Grill studierte Philosophie, Soziologie und Kunstgeschichte – man könne also akademische Belehrungen erwarten.

Doch Grill (Jahrgang 1954) wuchs auf einem Bauerhof im bayerischen Oberaufdorf am Inn auf und war von Kindheit an in die Arbeit auf dem Hof eingebunden. Später musste er dann den Niedergang des elterlichen Hofes miterleben, wohl nicht ganz unverschuldet, weil sich der Betreiber weder für eine konsequente Biolandwirtschaft entscheiden, noch die Bedingungen der veränderten konventionellen Landwirtschaft akzeptieren wollte.
Grills Thema blieb aber die Landwirtschaft:  Vier Jahrzehnte lang hat er als Korrespondent für die ZEIT und den SPIEGEL aus Afrika berichtet und immer wieder über den Siegeszug der globalen Landwirtschaft geschrieben. Sein Buch ist ein leidenschaftlicher Appell für eine tiefgreifende Transformation unseres Landwirtschafts- und Ernährungssystems. Ein sehr persönlicher und radikal kritischer Blick auf den Niedergang der bäuerlichen Lebensweise und Landwirtschaft, von Bayern bis Brasilien.

15.02.2024   Heute Treffen von NABU, BSH und BUND
Heute findet eine gemeinsame Sitzung der örtlichen Verbände von NABU, BSH und BUND statt. Um 20.00 Uhr kommen die Mitglieder der Verbände im Hotel Hilling, Mittelkanal links 94, Papenburg zusammen. „Ein jeder ist herzlich eingeladen“, schreibt der Nabu auf seiner Homepage.
Ein Thema dürfte der Bau des Windparks auf dem ATP-Prüfgelände in Papenburg sein. Hierüber hatte die NOZ zuletzt am 12.02.2024 berichtet.

14.02.2024   Jugend forscht: Öffentliche Präsentation der Projekte in BBS Lingen

„Mach Dir einen Kopf!“ lautete die Aufforderung in der 59. Wettbewerbsrunde von „Jugend forscht!“ für das Schuljahr 2023/24. Bis Ende November 2023 konnten Projekte in sieben Fachgebieten eingereicht werden. Für den Bereich der Landkreise Emsland, Grafschaft Bentheim, Osnabrück und die Stadt Osnabrück werden diese Projekte am Freitag, 23. Februar, in den Berufsbildenden Schulen (BBS) Lingen an der Beckstraße der Öffentlichkeit von 9 bis 12 Uhr präsentiert, bevor die Wettbewerbssieger ab 13.30 Uhr im Forum der BBS gekürt werden.
Hier gibt es mehr zu Jugend forscht und zur Präsentation in Lingen.

13.02.2024   Auch an der Ems steigt das Wasser wieder

Erneute Niederschläge am vergangenen Wochenende haben dafür gesorgt, dass die Pegelstände an der Hase und der Ems wieder angestiegen sind. An der Hase war der Anstieg des Pegels so stark, dass der Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) eine Hochwasserwarnung herausgab, berichtet die NOZ.
Die Zeitung führt dabei Pegelstände aus dem südlichen Emsland an.

Entsprechende Daten für den Nordkreis liegen uns nicht vor, aber bereits am vergangenen Sonntag konnten wir in Steinbild beobachten, wie der Dortmund-Ems-Kanal (DEK, auch gern vereinfacht als Ems bezeichnet) in der Nähe des Campingplatzes gegenüber dem (wieder eröffneten) Hafencafé über das Ufer trat. Die angekündigten Niederschläge dürften die Lage wieder verschärfen.

13.02.2024   Kunsthalle Emden: BILDER WIE ENERGIEMASCHINEN

Am 9. März 2024 wäre der Münchner Galerist und Sammler Otto van de Loo einhundert Jahre alt geworden. Ihm zu Ehren richtet die Kunsthalle Emden eine Ausstellung aus, die sich seinem Schaffen als Galerist und Kunstvermittler widmet.
Otto van de Loo (1924 –2015) ist neben Henri und Eske Nannen der dritte große Stifter der Kunsthalle Emden. Seine großzügige Schenkung von rund 200 Werken an die Kunsthalle Emden im Jahr 1997 spiegelt in höchster Qualität sein professionelles Engagement, das nun auch hinsichtlich seiner frühesten Projekte gewürdigt wird.

Folgende Künstlerinnen und Künstler sind in der Ausstellung vertreten:
Pierre Alechinsky, Karel Appel, Anna-Eva Bergman, Miriam Cahn, Constant, Anja Decker, Jean Dubuffet, Lothar Fischer, Pinot Gallizio, Asger Jorn, Alfred Kremer, Henri Michaux, E. R. Nele, Carl-Henning Pedersen, Hans Platschek, Heimrad Prem, Arnulf Rainer, Judit Reigl, Antonio Saura, K. H. Sonderborg, Helmut Sturm, Antonio Tàpies, Wolf Vostell, Maurice Wyckaert, HP Zimmer
Weitere Informationen zur Ausstellung findet man auf der Homepage der Kunsthalle Emden.

12.02.2024   Dörpens Homepage nicht ganz aktuell
Über die Internetadresse https://www.doerpen.de/ gelangt man auf die Homepage der Samtgemeinde Dörpen. Unten auf der Startseite sind die Mitgliedgemeinden aufgeführt, und mit einem Klick auf das jeweilige Feld wird man auf die Homepage der entsprechenden Gemeinde weitergeleitet. Dabei findet man durchaus ansprechende Internetseiten vor, auch von kleineren Gemeinden.
Nicht besonders einladend wirkt die relativ blasse Startseite der Gemeinde Dörpen. Die farbliche Gestaltung einer Startseite ist natürlich Geschmacksache und nicht mit Fakten zu kritisieren, weniger akzeptabel ist es allerdings, wenn Informationsseiten nicht aktualisiert werden. Beispielsweise findet man im Menüpunkt Dörpener Unternehmen Firmen angegeben, die schon länger nicht mehr in Dörpen aktiv sind, wie beispielsweise die Firmen Spielwaren Liesen oder Hackling Stahlbau (Aufruf am 12.02.2024). Klicks auf andere Unternehmen führen nicht immer zur Firmenhomepage. Eine Aktualisierung erscheint somit angebracht.

11.02.2024   DWD Wetterstation Dörpen liefert regionale Wetterdaten
Fährt man von Dörpen über die Ahlener Straße in südliche Richtung, so sieht man im Bereich Dörpen-Müll links eine kleine eingezäunte Fläche mit technischen Geräten. Hierbei handelt es sich um eine nebenamtliche Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes. Wir haben beim DWD nachgefragt, welche Daten die Station mit welchen Geräten erfasst. In einem Foto hat der DWD die Positionen der Messgeräte markiert und dazu folgende Erläuterungen übermittelt:

 1. In zwei Metern Höhe über Grund und im Schatten werden die Lufttemperatur und die -feuchte gemessen. Dazu befinden sich zwei Temperatursensoren vom Typ „PT100“ und ein Feuchtesensor vom Typ „EE33“ im Inneren der mit Lamellen luftdurchlässigen „Strahlenschutzhütte“. Damit sich in der Hütte, bei windschwachen Lagen kein Luftstau ausbilden kann, wird diese mittels eines elektrischen Lüfters belüftet.
2. Im „Erdbodenmessfeld“, welches unbewachsen und mit dem Boden der Umgebung ausgefüllt ist, befinden sich fünf Temperatursensoren in 5, 10, 20, 50 und 100 Zentimetern Tiefe, zur Ermittlung der Erdbodentemperaturen. Sowie ein Temperatursensor in 5 Zentimeter über Grund.
Die dort ermittelten Daten sind vor allem im Winter von großer Bedeutung, geben Sie unter anderem doch darüber Auskunft, ob bodennahe Kaltluft vorhanden ist, bzw. wie tief der Frost in den Boden eingedrungen ist. Dies hilft unter anderem bei der Erstellung von Glättewarnungen in der Region.
Um Wühlmäuse und Maulwürfe aus dem Messfeld fernzuhalten, befindet sich am Rand ein entsprechendes Gerät (Zu erkennen am grünen Kopf).
3. In einem Meter über Grund und mit einer Auffangfläche von 200 cm² wird die Niederschlagsmenge gemessen. Der gefallene Niederschlag läuft über einen Trichter im Inneren des Gerätes, vom Typ „Lambrecht RAINe“, auf eine Wippe. Diese schlägt nach einer Menge von umgerechnet 0,1 Liter pro Quadratmeter um. Das Gerät ist am oberen Rand und im Innern, je nach Außentemperatur, beheizt, damit auch im Winter das Gerät funktionstüchtig ist.
4. Auf der Spitze des kippbaren Mastes wird in zehn Metern über Grund die Windrichtung und -geschwindigkeit mit einem Ultraschallanemometer vom Typ „Thies 2D compact“ gemessen. Diese Messung ist an so genannten nebenamtlichen Wetterstationen diesen Typs nicht üblich. Somit ist der Standort Dörpen etwas Besonderes im Messnetz des DWD. Für die Windmessung bedarf es einer „Hindernisfreiheit“, die vorschreibt, dass Hindernisse wenigstens soweit von dem Sensor entfernt sein müssen, wie diese hoch sind.
5. Auf dem zweiten Kippmast befindet sich zur Bestimmung der Sonnenscheindauer ein Sonnenenergie-Senso vom Typ „SONIe e3“. Auch diese Messung ist für eine nebenamtliche Station unüblich und in Dörpen etwas Besonderes. Die in an dieser Station verwendeten Sensoren entsprechen dem Stand der aktuellen Technik und werden vom DWD regelmäßig gewartet bzw. ausgetauscht. Wöchentlich wird die Station von einem ehrenamtlichen Betreuer aufgesucht, um Sichtkontrollen und Reinigungsarbeiten zu übernehmen.

10.02.2024   Landkreis legt Streuobstwiese in Wippingen an

Mitarbeiter des Landkreises Emsland haben in den vergangenen Tagen eine Streuobstwiese auf einem Grundstück in Wippingen angelegt. Etwa 60 hochstämmige Obstbäume alter Sorten wurden angepflanzt, zudem soll eine Feldhecke aus Weißdorn und Haselnuss angelegt werden.
Wegen des hohen Rehbestandes muss weiterhin ein Wildschutzzaun zum Schutz gegen Verbiss und Fegeschäden errichtet werden. Interessierte finden weitere Details auf Hallo Wippingen.

09.02.2024   Beeindruckende Rede von Hermann Vinke in der Gedenkstätte Esterwegen
Am 27.01.2024 wurde die Wanderausstellung »Unterwegs mit Felix Nussbaum« in der Gedenkstätte Esterwegen eröffnet. Im Rahmen der Veranstaltung hielt Hermann Vinke eine grundsätzliche Rede zur aktuellen politischen Lage in Deutschland. Der Titel lautete: „Was passiert ist, kann sich jederzeit wiederholen“.
Uns hat die Rede sehr beeindruckt, und wir haben Hermann Vinke um Erlaubnis zur Veröffentlichung an dieser Stelle gebeten. Wir erhielten seine Zustimmung und zudem eine Kurzvita zu seinem interessanten Leben, die wir hier so wie erhalten übernehmen.

08.02.2024 Im Alter gut leben auf dem Land – BULEplus-Werkstattgespräch am 28. Februar
Die Bewältigung des Alltags und die Teilhabe von älteren Menschen am sozialen und kulturellen Leben auf dem Land ist häufig aufgrund von geringen Angeboten oder schwieriger Erreichbarkeit eingeschränkt. Unterstützungsstrukturen und ehrenamtliche Angebote können die Lebensqualität vieler Menschen erhöhen und zu einem aktiven Miteinander der Generationen beitragen. Sie sind ein wichtiger Standortfaktor für die Attraktivität eines ländlichen Ortes oder einer Region.
Im nächsten digitalen BULEplus-Werkstattgespräch am 28. Februar 2024 von 15 bis 16:45 Uhr kann man zu diesem Thema von zwei erfolgreichen BULEplus-Projekten mehr erfahren.

07.02.2024   Äcker nach Güllesilvester wieder frei

Am vergangenen Samstag gab es bei Stricker in Dörpen eine Güllesilvesterparty, war auf Facebook zu lesen. Nun steht also wieder das Ausbringen des Wirtschaftsdüngers an, wenn nicht gerade Demo-Termine die Trecker und Junglandwirte an anderer Stelle fordern.
Uneingeschränkt darf die Gülle jedoch nicht auf die Felder ausgebracht werden. Welche Regeln zu beachten sind, kann man auf Land & Forst lesen.
Stickstoff- und phosphathaltige Düngemittel – Mineraldünger, Gülle, Jauche, Gärreste, Mist und Kompost – dürfen laut Düngeverordnung nicht aufgebracht werden, wenn der Boden überschwemmt, wassergesättigt, gefroren oder schneebedeckt ist, erfährt man dort.

06.02.2024   Arbeitslosigkeit steigt weiter
Im Januar ist die Arbeitslosigkeit an Ems und Vechte erneut deutlich angestiegen. Insgesamt nahm die Zahl der Arbeitslosen um 569 Personen zu (+6,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote steigt im Emsland auf 3,6 Prozent (Grafschaft Bentheim 3,4 %).
Im Emsland wurden laut Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Nordhorn für den Nordkreis wieder höhere Zahlen ermittelt als für die Bereiche Lingen und Meppen. Konkret betrug die Arbeitslosenquote im Januar in Lingen 3,3 %, in Meppen 3,4 %, in Sögel 3,7 % und in Papenburg 4,3 %.
Zu diesen Zahlen passt, dass die Zahl der Firmenpleiten im Emsland 2023 besonders stark gestiegen ist. Laut Landesamt für Statistik – berichtet der NDR am 30.01.2024 – mussten im vergangenen Jahr 54 Unternehmen Insolvenz anmelden, in 2022 waren es 35. Damit gab es einen Anstieg von 54 Prozent – das ist etwa dreimal so hoch wie im Landesdurchschnitt (17,4 Prozent).

05.02.2024   Papenburg wieder als Fairtrade-Town zertifiziert
Die Stadt Papenburg ist erneut als Fairtrade-Town rezertifiziert, teilt die Stadtverwaltung auf ihrer Homepage mit. Demnach hat Papenburg seit der ersten Auszeichnung 2020 stetig Fortschritte gemacht, um die fünf notwendigen Kriterien erneut zu erfüllen. Diese beinhalten die politische Akzeptanz durch einen Beschluss des Rates, den Einsatz von fair gehandeltem Kaffee und Orangensaft im Bürgermeisterinnenbüro, die Bildung einer aktiven Steuerungsgruppe, die Einbindung von mindestens acht Geschäften, vier Gastronomiebetrieben und Bildungs- und Kircheneinrichtungen sowie Öffentlichkeitsarbeit.
Papenburg ist eine von über 860 Fairtrade-Towns in Deutschland. Weitere Informationen zum Fairtrade-Engagement der Stadt Papenburg gibt es auf der Webseite der Stadt Papenburg unter „Unsere Stadt“.

04.02.2024   Reiherenten am Seitenkanal

Am 31.01.2024 haben wir über Krickenten am Seitenkanal Gleesen-Papenburg berichtet. Nun konnten wir weiter südlich am Kanalabschnitt im Bereich Kluse (ehemaliger „Badekanal“) Reiherenten fotografieren. Diese kleine Tauchente kann gut am langen Schopf am Hinterkopf bestimmt werden. Allerdings ist die Reiherente scheu und nur aus der Entfernung zu betrachten, somit ist ein Fernglas erforderlich.

Ebenso wie die Krickenten sind diese Wasservögel hier vornehmlich in den Wintermonaten anwesend. Im vergangenen Jahr haben wir Reiherenten bereits am Hafen in Dörpen beim Zegeno-Anleger (Raiffeisen Kraftfuttermittelwerk) fotografiert.
Mehr zu Reiherenten findet man beim NABU.

03.02.2024   UPM-Konzern bleibt in 2023 unter Vorjahrjahresergebnis
Für das Jahr 2023 meldet der Forst-, Holz-, Zellstoff- und Papierkonzern UPM, zu dem auch UPM Nordland Papier gehört, einen Umsatz von 10,5 Mrd. Euro, das sind 11 % weniger als 2022, meldet das Holz-Zentralblatt. Das Betriebsergebnis war mit 1,0 Mrd. Euro um 52 % geringer als im Jahr zuvor. Der Bilanzgewinn wird mit knapp 394 Mio. Euro ausgewiesen, 75 % weniger als 2022. Weitere Informationen findet man im UPM Finanzbericht 2023.

02.02.2024   Siloplanen werden zum Problem bei der Gewässerunterhaltung

In der freien Landschaft kann man an vielen Stellen nicht ordnungsgemäß entsorgte Planen finden. Oftmals dienten sie zur Abdeckung von Erntegut auf Äckern, wurden nach dem Abtransport – beispielsweise von Stärkekartoffeln – jedoch nicht vom Landwirten mitgenommen. Von den Rändern der Äcker „wanderten“ die Abdeckplanen dann nach und nach in Gehölzstreifen oder sie wurden gar tiefer in Waldflächen verbracht, wo sie sich über Jahrzehnte langsam zersetzen. Die Emszeitung berichtete im April 2023 über einen besonders extremen Fall in der Dörpener Füchtelmörte.
In dem Gebiet wurden viele Gehölzstreifen und kleinere Waldflächen dem Wasser- und Bodenverband Wippinger- und Haardever bei der letzten Flurbereinigung übertragen, somit befinden sich die Planen nun auf dem Gebiet des Verbandes, obwohl er sie hier nicht abgelagert hat.

Schneller als im Wald kann die Schädigung der Umwelt jedoch auftreten, wenn Planen von Äckern an Gewässerränder geschoben und bei der nächsten Grabenreinigung von den Maschinen erfasst und zerkleinert werden. Dies ist jetzt an einem Graben des Verbandes geschehen – ebenfalls in der Dörpener Füchtelmörte. Die Unterhaltungsarbeiten werden allerdings vom Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände durchgeführt.

Wir haben den Kreisverband auf den Fall hingewiesen, und dieser hat uns nun zugesagt, die Folien zu entsorgen. Insgesamt ist das Ausmaß der illegalen Folienentsorgung in der Landwirtschaft allerdings so groß, dass das Problem übergeordnet angegangen werden sollte. Man muss wohl zu Kenntnis nehmen, dass viele der Verursacher nicht mehr ermittelt werden können – zu oft wurden die Flächen zwischenzeitlich getauscht oder die Eigentümer verkauften sie. Von den nachfolgenden Flächennutzern kann die Entsorgung nicht gefordert werden. Und auch von den Wasser- und Bodenverbänden kann man nicht erwarten, dass sie die Kosten der Entsorgung übernehmen.

01.02.2024   Goldschakal in der Grafschaft Bentheim nachgewiesen
Im Rahmen des Wolfsmonitorings konnte ein neuer Goldschakal-Nachweis registriert werden. Hierüber informiert die Landesjägerschaft Niedersachsen im jüngsten Newsletter. Das Tier wurde von einer Fotofalle in der Grafschaft Bentheim aufgenommen. Es handelt es sich um den 19. Nachweis dieser Tierart in Niedersachsen.
Seit mehreren Jahren breitet sich der ursprünglich aus Südosteuropa und Asien stammende Goldschakal (Canis aureus) nach Norden aus. Der erste Nachweis in Niedersachsen gelang im Jahr 2015 im Landkreis Cuxhaven. 2017 folgte ein Nachweis im Landkreis Osnabrück, dann mehrere Fotofallenaufnahmen im östlichen Niedersachsen, nun also ganz im Westen Niedersachsens in der Grafschaft. Sichtungen gab es allerdings auch schon in den Niederlanden, erfährt man auf Wikipedia. Somit ist nicht sicher, dass das Tier bei seiner Wanderung den Landkreis Emsland durchquert hat, auszuschließen ist dies aber wohl nicht.
Weitere Informationen finden man im Internet auf wolfsmonitoring.com.

31.01.2024   Baum beschädigt Zaun auf der Begräbnisstätte an der B401
Gerade vor wenigen Monaten wurde die Begräbnisstätte an der B401 bei Esterwegen nach einer Sanierung wieder freigegeben. Die Wege und die Veranstaltungsfläche vor dem Gedenkstein für Carl von Ossietzky wurden saniert und der – nur stellenweise – beschädigte Holzzaun wurde durch einen Metallzaun ersetzt.

In der Zwischenzeit hätten sich Baumfällungen an der westlichen, also dem Wind zugewandten Seite angeboten, insbesondere, weil viele Bäume von hier weit auf die Begräbnisstätte ragen und somit Windwürfe abzusehen waren.
Das ist aber nicht geschehen. Und obwohl Bäume in der Winterzeit ohne Laub dem Wind wenig Angriffsfläche bieten, kam was kommen musste. Eine relativ dicke Birke fiel auf den neuen Zaun und drückte diesen zu Boden.
Sicherlich war die Standfestigkeit des Baumes im feuchten, morgigen Boden reduziert, aber feucht war die tiefere, westlich am Friedhof angrenzende Fläche auch in den Jahren zuvor, also hätte die Gefahr zumindest Fachleuten bekannt sein sollen. Nun wird wohl wieder repariert, und zwar auf Kosten der Steuerzahler…
Nichtsdestotrotz: Die Begräbnisstätte bietet gerade in der aktuellen gesellschaftlichen Situation den richtigen Ort für ein Nachdenken über die politische Lage im Lande.
Weitere Informationen zur Begräbnisstätte bietet das DIZ.

31.01.2024   Projektarbeit zum Emslandlager Walchum an der Oberschule Dörpen
Schülerinnen und Schüler des zehnten Jahrgangs der Oberschule Dörpen stellten im Dorfgemeinschaftshaus Hasselbrock eine Projektarbeit zum Lager 4 in Walchum vor. Dieses war eines von insgesamt 15 Emslandlagern, das die Nationalsozialisten in der Region betrieben. Lehrerin Margret Andrees betreute das Projekt, das im Rahmen von Geschichtsunterricht und Demokratiebildung durchgeführt wurde. Dem Vortragsabend ging ein Projekttag in der Oberschule Dörpen voraus. Dabei bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen einzelne Themenschwerpunkte zum Lager 4. Weitere Informationen zur Projektarbeit findet man auf der Homepage der Samtgemeinde Dörpen.

31.01.2024   Krickenten am Seitenkanal
Am Seitenkanal Gleesen-Papenburg zwischen der Neudörpener Straße und dem Mittelweg kann man zurzeit Wasservögel beobachten, die sich wie Stockenten verhalten aber deutlich kleiner erscheinen und schneller fliegen als diese. Es handelt sich um Krickenten, die sich hier zumindest vorübergehend wohlfühlen. Sie sind vornehmlich in Ufernähe zu sehen, wo sie ihre Nahrung in flacheren Gewässerzonen suchen.

Wie bei Stockenten zeigt sich auch bei den Krickenten ein deutlicher Geschlechtsdimorphismus: Während die weiblichen Tiere relativ unauffälliges bräunliches Gefieder tragen, sind die männlichen Exemplare mit ihrem kastanienbraunen Kopf und dem grünen Augenstreif deutlich auffälliger gezeichnet.
Obwohl Krickenten als Kulturfolger, und somit nicht als extrem scheu gelten, sollte man ein Fernglas zur Beobachtung nutzen und Abstand halten. Ansonsten könnte man die Tiere  aufgescheuchen und die Freude an der Tierbeobachtung wäre vorbei.

30.01.2024   Kanzel abtransportiert, tiefe Fahrspuren hinterlassen

Am 26.01.2024 haben wir über eine am Boden liegende Jagdkanzel an einem Waldrand zwischen Neudörpen und Dörpen-Haar berichtet. Die Kanzel wurde mittlerweile abtransportiert, jedoch offensichtlich mit „schwerem Gerät“ und ohne Rücksicht auf die Bodenbedingungen.
An einer Feuchtstelle im Waldweg findet man nun tiefe Fahrspuren, was kritikwürdig ist. Jagdpächter dürfen natürlich Waldwege nutzen, aber so wie hier sollte dies nicht geschehen.

Der Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen e.V. erläutert uns hierzu, dass es zum Transport jagdwirtschaftlicher Einrichtungen auch ein Befahrensrecht des Jagdpächters und etwaiger Jagdaufseher usw. im Jagdbezirk unabhängig von den allgemeinen Betretensregeln gebe. Dabei sei aber auf eine schonende Ausübung jagdlicher Handlungen zu achten. Bei Schäden (siehe Foto), komme ein Schadensersatzanspruch nach § 33 BJagdG in Betracht.

29.01.2024   NABU prüft Klage gegen Ausbau der E233
Für den ersten Planungsabschnitt des vierstreifigen Ausbaus der E233 wurde der Planfeststellungsbeschluss fertiggestellt. Dieser genehmigt den Ausbau der Bundesstraßen von der A31 bis kurz hinter die Kreuzung mit der B70. Der NABU prüft nun, ob im Rahmen eines Klageverfahrens gegen den Beschluss vorgegangen werden kann.
Nach Ansicht des Umweltverbandes werden viele landwirtschaftliche Flächen versiegelt oder verlieren ihre Anbindung an die bewirtschaftenden Höfe. Lebensräume streng geschützter Arten werden zerstört und europarechtlich geschützte Lebensräume durch Stickstoffeinträge beeinträchtigt, erläutert der NABU Emsland/Grafschaft Bentheim auf seiner Homepage.
Die angestrebte Klage verursache aber erhebliche Gerichts- und insbesondere Anwaltskosten – man rechne mit mehr als 50.000 Euro. Das könne der NABU nicht allein finanzieren und bitte deshalb um Spenden. Weitere Details findet man auf der Homepage des Umweltverbandes.

28.01.2024   3.000 Teilnehmer bei Demo gegen rechts in Papenburg

An der gestrigen Demonstration gegen Faschismus und für Toleranz und Vielfalt in Papenburg haben etwa 3.000 Menschen teilgenommen. Da der Vorplatz der St. Antonius Kirche nicht alle Teilnehmer aufnehmen konnte, musste sogar ein Abschnitt der B70 gesperrt werden.
Uns freut, dass wir auch Teilnehmer aus Dörpen gesehen haben.

Ebenso war der Hümmling in Papenburg gut vertreten, z. B. durch Enno und Werner aus Rastdorf. Die Papenburger waren also keineswegs „unter sich“.

Uns freut weniger, dass mittlerweile die Politiker der etablierten Parteien sich oben auf die Rednerlisten setzen lassen (Weil in Hannover, Pistorius in Osnabrück), denn diese „Staatsvertreter“ sind u. E. (mit-)verantwortlich für die Staatsverdrossenheit in der Bevölkerung und somit nicht ganz unschuldig am Erstarken der Rechten in Deutschland. Aber die Medien berichten mittlerweile ausführlich über die Demonstrationen und bieten somit günstige Möglichkeiten, sich als „guter“ Politiker auf der Seite des Volkes zu zeigen; der Versuchung, dies an vorderster Stelle für sich zu nutzen, statt als „einfacher“ Teilnehmer in der Menge zu stehen, können unsere Politiker wohl nicht widerstehen.
Auf die Wortbeiträge bei der Demo in Papenburg gehen wir hier nicht weiter ein – die hat Hallo Wippingen bereits gestern beschrieben.

27.01.2024   Unterwegs mit Felix Nussbaum – Wanderausstellung in Gedenkstätte Esterwegen
Anlässlich des heutigen Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus findet morgen (Sonntag, 28. Januar) um 15 Uhr die Eröffnung der Wanderausstellung »Unterwegs mit Felix Nussbaum« in der Gedenkstätte Esterwegen, Hinterm Busch 1, statt. Im Rahmen der Veranstaltung wird Hermann Vinke (Journalist und Autor) einen Vortrag halten – Titel: „Was passiert ist, kann sich jederzeit wiederholen“.
Die Ausstellung zeigt 20 Reproduktionen von Werken des 1904 in Osnabrück geborenen Künstlers, der ab 1933 von den Nationalsozialisten wegen seiner jüdischen Wurzeln verfolgt und 1944 im Vernichtungslager Auschwitz ermordet wurde.
Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Weitere Informationen findet man auf der Homepage der Gedenkstätte Esterwegen.

26.01.2024   Nicht erdverbunden, nicht sturmfest

Hochsitze und Jagdkanzeln sollten auch bei starkem Wind standsicher sein. Zu erreichen ist diese Standsicherheit durch eine fachgerechte Konstruktion mit einer erforderlichen Verankerung im Boden.

Bei einer relativ neuen Kanzel, die ca. 400 m nördlich des Mittelweges und 300 m westlich der K 157 errichtet wurde, war die Standsicherheit offensichtlich nicht gegeben.

Nur ein Aufstellen auf Betonplatten reicht auch bei schweren Konstruktionen nicht aus, wenn diese dem Wind eine große Angriffsfläche bieten.
Auf der Homepage der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft findet man die Broschüre B12 mit dem Titel „Sichere Hochsitzkonstruktionen – Anleitungen für den Bau von sicheren Hochsitzen“

26.01.2024   Erinnerung: Morgen Demo gegen rechts in Papenburg
Mit Bezug zu unserer Meldung vom 18.01.2024 erinnern wir an die für morgen geplante Demonstration gegen Faschismus der Initiative „Wirsindmehr Papenburg“. Sie findet ab 14 Uhr auf dem Kirchenvorplatz der St. Antonius Kirche in Papenburg statt. Die NOZ hat einen Vorbericht veröffentlicht.

25.01.2024   Biber am Seitenkanal in der Gemeinde Dörpen
Das Vorkommen von Bibern am Spieksee in der Nähe des Dortmund-Ems-Kanals ist seit Jahren bekannt. Hier findet man eindeutige Nagespuren an Bäumen in der Nähe des Gewässers.

Nun scheint sich auch an dem Abschnitt des Seitenkanals Gleesen-Papenburg südlich der Neudörpener Straße (Anglern als Haltung 1c bekannt) zumindest ein Biber aufzuhalten. Ab Mitte Dezember haben wir am südlichen Ende des Kanalabschnitts angenagte oder gefällte Bäumchen vorgefunden. Wenige Tage später waren weitere Laubbäume in nördlicher Richtung angenagt. Mittlerweile kann man angenagte Bäume am Ufer und am Kanaldamm beidseitig bis zur Mitte des Kanalabschnitt vorfinden.
Interessante Informationen zum Vorkommen von Bibern im Emsland findet man auf der Homepage „Die Emslandbiber“. Auf einer Verbreitungskarte sind hier die bisher bekannten Bibernachweise eingetragen. Für den Seitenkanal findet man auf der Höhe von Renkenberge eine entsprechende Markierung. Wir gehen deshalb davon aus, dass die Zuwanderung des Bibers nach Dörpen aus dieser Richtung erfolgte. Aus diesem Grund haben wir auch den Kanalabschnitt im Bereich Kluse in Augenschein genommen, hier aber nur wenige Anzeichen für Bibervorkommen vorfinden können. Offenbar fühlt sich der Biber im südlichsten Dörpener Abschnitt des Kanals wohler.
Zur Absicherung unserer Beobachtungen haben wir die Betreiber der Emslandbiber-Homepage nach Dörpen eingeladen. Sie bestätigten uns, dass die Nagespuren eindeutig Bibern zuzuordnen sind.

24.01.2024   KSB Emsland setzt ein Zeichen gegen Extremismus
Der Kreissportbund (KSB) Emsland positioniert sich gegen Extremismus jeglicher Art, Fremdenfeindlichkeit und jegliche Form von Diskriminierung und Benachteiligung im Sport. Unter dem Motto „KSB Emsland zeigt Flagge“ unterstützt der Verband aktiv die laufenden Demonstrationen im gesamten Emsland, die sich gegen extremistische Bestrebungen richten. Um dies deutlich zu machen, soll die Satzung des KSB entsprechend geändert werden, wird auf der Homepage des KSB mit weiteren Erläuterungen mitgeteilt.

23.01.2024   Gastfamilien für Austauschschüler gesucht
Die Austauschorganisation AFS Interkulturelle Begegnungen e. V. sucht auch im Emsland Gastfamilien, die Jugendliche aus rund 20 Ländern für einen begrenzten Zeitraum aufnehmen. Während dieser Zeit sollen die Jugendlichen den Alltag ihrer Gastfamilie erleben und eine weiterführende Schule besuchen. Gleichzeitig erleben die Gastfamilien den eigenen Alltag aus einer völlig neuen Perspektive und bereichern ihn um neue Eindrücke und Erfahrungen“, schreibt der Landkreis Emsland in einer Pressemitteilung.
Groß- oder Kleinfamilien, Paare mit oder ohne Kinder, Alleinerziehende, gleichgeschlechtliche Paare oder Senioren können Jugendlichen aus aller Welt ein Zuhause auf Zeit bieten. Die Gastfamilien werden vor und während der Zeit des Austausches von AFS vorbereitet, begleitet und betreut. Dafür gibt es zum einen ehrenamtliche Ansprechpartner vor Ort, zum anderen die AFS-Geschäftsstelle, die rund um die Uhr über eine telefonische Hotline erreichbar ist. Gastfamilie bei AFS zu sein ist ein Ehrenamt, in besonderen Fällen kann ein Haushaltskostenzuschuss beantragt werden.
Die Dauer des Aufenthaltes kann sechs Wochen bis zu einem Jahr umfassen. Familien, die Interesse haben, ein Gastkind aufzunehmen, können sich unter der Telefonnummer 040/399222-90 und per E-Mail unter gastfamilie@afs.de an die Austauschorganisation wenden.
Mehr Informationen zum AFS-Gastfamilienprogramm sind unter www.afs.de/gastfamilienprogramm zu finden.

22.01.2024   Gänsesäger am Wehr Bollingerfähr

Auf dem Dortmund-Ems-Kanal beim Wehr Bollingerfähr sind zurzeit auffällig helle Wasservögel in der Größe kleinerer Gänse zu beobachten. Aus unseren nicht gerade optimalen Freihand-Tele-Fotoaufnahmen schließen wir auf Gänsesäger, die zu den Entenvögeln gezählt werden.
Es handelt sich offenbar um Wintergäste aus Nordeuropa, die hier ausreichend Nahrung finden. Gänsesäger verzehren vornehmlich kleine Fische, die sie bei bis zu zehn Meter tiefen Tauchgängen fangen. Mehr Informationen findet man bei Wikipedia.

21.01.2024   Anglerzeitschrift berichtet über Weltkriegsmunition im Seitenkanal

Gefechtskopf einer Panzerfaust (Bild: LKA SH)

In der Februarausgabe des Magazins „Fisch & Fang“ (Heft 2/2024) ist ein Beitrag über Altmunition in Binnengewässern zu lesen.
Ausgangspunkt der Recherche war die mögliche Belastung einiger Abschnitte des Seitenkanals Gleesen-Papenburg in der Gemeinde Dörpen. Die Gewässer gelten seit den Munitionsfunden beim Ausbau des Dörpener Hafens in den 1980er Jahren als Gefahrenbereiche. Um Dörpen hatten im April 1945 schwere Kampfhandlungen zwischen deutschen Soldaten und anrückenden alliierten Truppen stattgefunden. Dabei sollen die sich nach und nach zurückziehenden deutschen Einheiten Teile ihrer Munition im Kanal versenkt haben, um sie nicht den Angreifern überlassen zu müssen. Aus den Unterlagen des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Ems-Nordsee geht hervor, dass Taucher hier in einem etwa 27 m langen Teilabschnitt über 60 Spreng- und Panzergranaten und drei Panzerfäuste bargen, zudem Gewehrgranaten und Maschinengewehrmunition.
Danach galt der Hafenbereich als geräumt, die südlich angrenzende Kanalabschnitte jedoch nicht, da hier bei Testsondierungen ebenfalls Munition gefunden worden war. Für diesen Kanalbereich wurde über eine Länge von etwa drei Kilometer ein Angel- und Badeverbot erlassen, das bis heute Gültigkeit hat.
Allerdings geht auch aus den Unterlagen des Amtes hervor, dass der Gewässerboden stark mit Schlamm bedeckt ist. Im Bereich der Einleitung der Wippinger Dever haben sich bereits Inseln im Kanal gebildet.
Vor einer Entmunitionierung müssten also Ausbaggerungen vorgenommen werden, die wegen der enormen Kosten zurzeit nicht in Betracht kommen. Dabei ist achtzig Jahre nach ihrer Versenkung grundsätzlich anzunehmen, dass von Weltkriegsmunition in Gewässerböden schädliche Stoffe ausgehen und sich auf die Unterwasserwelt auswirken.
Aufgrund der dicken Schlammschicht im Seitenkanal, sowie des relativ gleichbleibenden Wasserstandes und der geringen Fließgeschwindigkeit dürfte möglicherweise vorhandene Munition allerdings so tief im Schlamm liegen, dass sie auch beim Grundangeln nicht von Angelgeräten erfasst wird. Somit kann eine Gefahr für Angler hier wohl ausgeschlossen werden, und das bestehende Angelverbot erscheint folglich nicht nachvollziehbar.
Ein Badeverbot erübrigt sich zudem, weil das braune, schlammige Wasser hierzu nicht einlädt. Allerdings bewirkt das Angelverbot auch, dass sich relativ wenige Menschen an den Gewässerabschnitten aufhalten und die hier lebenden Tiere wenig gestört werden.

20.01.2024   Lingen: Tausende demonstrieren gegen die AfD und für Demokratie
Unter dem Motto „Kein Rassismus, keine AfD! Lingen bleibt bunt! – Nie wieder ist jetzt!“ haben tausende Menschen am Abend auf dem Lingener Marktplatz gegen Rassismus und die AfD demonstriert. Initiiert wurde die Kundgebung von der überparteilichen Initiative „Lingen ist bunt“, berichtet die Ems-Vechte-Welle. Informationen über weitere Demos in Niedersachsen gegen Rechtsextremismus findet man beim NDR.

19.01.2024   Klappe an WEA geschlossen – Anlagen laufen noch einige Jahre
Am 30.12.2023 hatten wir über eine offene Klappe an einer Windenergieanlage in der Dörpener Füchtelmörte berichtet. Die Klappe öffnete sich bei jeder Rotation und schlug danach wieder zu. Wir konnten den Windpark der WnE GmbH in Papenburg zuordnen und haben diese gestern über die Situation informiert. Gleich am Vormittag wurde die Klappe wieder fest verschlossen.

Bei der Gelegenheit haben wir uns ein wenig über den Windpark berichten lassen. Der Windpark wurde im Jahre 2002 erbaut und über zwanzig Jahre nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert. Ursprünglich war das Jahr 2022 als letztes Betriebsjahr der Anlagen vorgesehen, doch aufgrund der Entwicklungen am Strommarkt und politischer Entscheidungen ist ein wirtschaftlich sinnvoller Weiterbetrieb des Windparks Dörpen auch ohne EEG-Förderung möglich, teilt uns WnE mit.
Altersbedingt sieht man an den Anlagen einige Rost- und Schmutzspuren, die laut Betreiber jedoch nicht sicherheitsrelevant, sondern nur optisch unschön sind. Die Maschinen werden regelmäßig von einem Gutachter überprüft und können gemäß ihrer technischen Auslegung noch einige Jahre betrieben werden.
Aktuell können allerdings keine konkreten Planungen – etwa zu einem Repowering-Prozess – für den Windpark vorgenommen werden, da hierzu das Regionale Raumordnungsprogramm (RROP) des Landkreises Emsland entwickelt werden muss. Die endgültige Fassung wird voraussichtlich 2025 vorliegen, nimmt man bei WnE an. Erst danach werden die neuen Vorrangflächen für Windenergie bekannt sein.
Weitere Informationen zu den Projekten der WnE findet man auf der Homepage. Dort ist auch der Windpark Dörpen in einer Karte eingezeichnet; hier kann man weitere Informationen aufrufen.
So findet man, dass der Windpark Dörpen 1 aus 6 Anlagen mit jeweils einer Nennleistung von 1.500 kW besteht. Im Norden Deutschlands erreichen Onshore-Windenergieanlagen im Durchschnitt etwa 20 % ihrer Nennleistung. Tatsächlich liegt der durchschnittliche Jahresertrag einer GE 1.5sl je nach Windjahr bei etwa 2.500.000 kWh, teilt WnE mit.

19.01.2024   Haren: Gericht stoppt Bebauungsplan wegen mangelder Hochwasservorsorge
Der 1. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts (OVG) hat mit Urteil vom 17. Januar 2024 den Bebauungsplan Nr. 07-52 „Zwischen Burggraben und Lange Straße“ der Stadt Haren für unwirksam erklärt. Der Bebauungsplan sollte die Nachverdichtung eines Straßenkarrees in der Innenstadt von Haren regeln. Das Plangebiet liegt jedoch in einem Hochwasserrisikogebiet. In derartigen Gebieten sind nach § 78b Wasserhaushaltsgesetz bei der Bauleitplanung insbesondere der Schutz von Leben und Gesundheit sowie die Vermeidung erheblicher Sachschäden in der planerischen Abwägung zu berücksichtigen, schreibt das OVG in einer Pressemitteilung.
Hoffen wir, dass andere Kommunen an der Ems dieses Urteil bei Ihren Planungen bedenken und den Hochwasserschutz hinreichend berücksichtigen.

18.01.2024   Demos gegen rechts in Niedersachsen
Für das Wochenende sind zahlreiche große Demos in Niedersachsen geplant, beispielsweise in Oldenburg am Samstag ab 14.30 Uhr auf dem Schlossplatz, angemeldet von den Jusos unter dem Titel “Demokratie verteidigen”. Weitere Informationen und Termine bietet der NDR.

Am Samstag, den 27.01.2024 folgt dann eine von der Initiative „Wirsindmehr Papenburg“ organisierte Demonstration auf dem Kirchenvorplatz der St. Antonius Kirche in Papenburg. Dazu schreiben die Veranstalter in einer Pressemitteilung:
Das Ziel ist klar: Ein gemeinsames Zeichen gegen Faschismus setzen und für Vielfalt und Toleranz einstehen. Die Demonstration beginnt um 14:00 Uhr und wird von verschiedenen politischen Parteien, darunter die Grünen, SPD, FDP, UWG, Die Linke und die CDU, unterstützt. Neben einer Rede der Papenburger Bürgermeisterin Vanessa Gattung werden weitere Sprecher*innen erwartet.
Die politische Vielfalt, die sich hinter dieser Demonstration vereint, unterstreicht die gemeinsame Entschlossenheit, gegen jede Form von Faschismus aufzustehen. Die Tatsache, dass Parteien mit unterschiedlichen politischen Ausrichtungen sich solidarisch zeigen, verdeutlicht die Einigkeit im Kampf gegen extremistische Ideologien.
Es ist von grundlegender Bedeutung, gegen Faschismus aufzustehen und gemeinsam ein starkes Signal zu senden. Die Organisatoren betonen, dass diese Demonstration nicht nur politische Unterstützung erfährt, sondern auch von zahlreichen weiteren Organisationen Zuspruch erhält, die sich aktiv an der Veranstaltung beteiligen werden.
“Wirsindmehr Papenburg” ruft die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich der Demonstration anzuschließen und ein Zeichen für Vielfalt, Toleranz und eine offene Gesellschaft zu setzen. Die Veranstaltung soll nicht nur politische Grenzen überwinden, sondern vor allem zeigen, dass die Gesellschaft entschlossen und vereint gegen jede Form von Faschismus steht.
Die Organisatoren sind zuversichtlich, dass die Demonstration ein Erfolg wird und ein starkes Signal für die Werte von Demokratie und Menschenrechten sendet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich am 27. Januar um 14:00 Uhr auf dem Kirchenvorplatz der St. Antonius Kirche einzufinden und gemeinsam ein Zeichen gegen Faschismus zu setzen.
Initiative #Wirsindmehr Papenburg

17.01.2024   Haben die Bauern die falschen Plakate?
Meinungen sind uns wichtig – deshalb haben wir die Bezeichnung „Forum“ gewählt. Und interessant finden wir besonders Meinungen von Menschen aus unserer Region, dies vorweg.
Am 16.01.2024 war auf der Homepage der NOZ die Meinung von Jonas E. Koch, Redakteur der NOZ, zu lesen. Der Titel lautete: „Ampel stoppen“ – Liebe Bauern, ihr habt die falschen Plakate!
Die Bauernlobby habe in der Vergangenheit fast alles abgewendet, was für sie zur Belastung hätte werden können, wie etwa Pestizideinschränkungen und verpflichtende Naturflächen, schreibt Koch. Trotzdem protestierten die Bauern, was nach Meinung von Koch zeigt, dass es ihnen nicht um die Subventionen gehe. Landwirte wollen eine andere Agrarpolitik, denn die Familienhöfe seien in Gefahr. Dabei müssten die Lebensmittelpreise erhöht werden, folgert Koch, und fragt, warum die Bauern dies nicht auf ihre Plakate schreiben.
Eine Leserin schreibt dazu, die Probleme seien tatsächlich viel älter und nicht ausschließlich “auf dem Mist” der Ampel zurückzuführen. Jedoch habe die Ampel noch mal das Tempo erhöht, die Arbeit der Borchert-Kommission mit Füßen getreten, so dass diese sich auflöste…(Weiter auf NOZ)
Dazu schreibt wiederum Alfons Deters einen Kommentar, den er uns zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat, weswegen wir diesen hier vollständig übernehmen können:
So so, die Ampel hat also “die Arbeit der Borchert Kommission mit Füßen getreten, so dass diese sich auflöste.” Lesen wir doch mal nach, was die Kommission selbst mitteilt.
In einem Statement des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung, 22. August 2023 heißt es:
“Die politischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung der Empfehlungen des Kompetenznetzwerks wurden somit weder in der vorherigen Legislaturperiode noch in den ersten zwei Jahren der laufenden Legislaturperiode geschaffen.”
Wohlgemerkt, das ist ein Originalzitat der Borchert-Kommission.
Man muss also nicht alles bei der Ampel und den Grünen abladen.
Sinngemäß hat das ja auch Matthias Everinghoff von ‘Land schafft Verbindung ‘ bekundet.
Weiter heißt es im Statement der Kommission:”Das Kompetenznetzwerk erkennt an, dass in den letzten Monaten erste Schritte in Bezug auf Änderungen im Bau- und Umweltrecht sowie die Kennzeichnung unternommen wurden.”

16.01.2024   Handwerk klagt – und erntet Kritik
Der Obermeister einer Bauinnung aus dem Emsland schlägt Alarm – es sei schon längst nicht mehr fünf vor zwölf, sondern fünf nach zwölf, liest man in der Wochenendausgabe der Ems-Zeitung vom 13./14.01.2024, bzw. auf der Homepage der NOZ vom 11.01.2024. Schuld sei die Politik, erfährt man, weswegen Protestaktionen des Baugewerbes angekündigt werden.
Auf der NOZ-Homepage findet man unter dem Artikel einen Kommentar, der eine andere Position vertritt: Auf hohem Ross seien absurde Preise verlangt und Kunden mit kleinen Aufträgen ausgelacht worden, liest man dort. Der Steuerzahler solle es nicht wieder richten – man solle lernen, ohne Förderungen zu existieren, wie viele andere Unternehmen auch.
Auch der Präsident der Handwerkkammer macht sich Sorgen, war am 13.01.2024 auf der Homepage der NOZ zu lesen. Es könnte bei Handwerksbetrieben, die im privaten Wohnungsbau tätig seien, zu Entlassungen kommen, befürchtet der Präsident.
Hierzu gab es in den Folgetagen acht Kommentare. Kritisch wird beispielsweise angemerkt, die Betriebe hätten in den letzten Jahren weit überhöhte Mondpreise gefordert und leider oft auch erhalten. Und viele Betriebe hätten kleinere Aufträge oder Reparaturaufträge abgelehnt. Jetzt müssten sie von ihrem hohen Ross endlich runter.

15.01.2024   Zehn Prozent der Bauern bekommen 56,2 Prozent der EU-Agrarzahlungen

Plakat zur Demonstation am 20.01.2024 (Quelle: Wir haben es satt!)

Ein Prozent der Bauern in Deutschland bekommt fast ein Viertel der Agrarsubventionen – zehn Prozent der Landwirte erhalten 56,2 Prozent der EU-Fördergelder. Den Rest von 44 Prozent der Gelder teilen sich die übrigen 90 Prozent der Bauern. Das hat Hallo Wippingen recherchiert und gibt die Quelle dazu an. Den gesamten Beitrag findet man auf hier.
Gegen diese Art der Subvention und gegen weitere Missstände in der industriellen Landwirtschaft findet am 20.01.2024 die Demonstration Wir haben es satt! in Berlin statt. „Wir stehen für eine bäuerliche und umweltgerechte Landwirtschaft – ohne Hass und Hetze“, schreiben die Veranstalter auf ihrer Homepage. Und: „Wir sagen Nein zu rechtsextremen Ideologien und Parteien, Menschenfeindlichkeit, Demokratiefeindlichkeit, Umsturzfantasien und Rassismus!“
Der Aufruf zur Wir haben es satt!-Demo 2024 gibt weitere Erläuterungen zu den Zielen der Demonstration.

14.01.2024   Treibjagd statt Ruhe für Wildtiere
Als überaus schwierig bezeichnete Kreisjägermeister Heiner Hüsing laut Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) vom 05.01.2024 die Hochwassersituation für das Wild im Emsland. Grundsätzlich sei deshalb alles gut, was der Ruhe der Tiere diene.

Eine Woche zuvor beklagte Hüsing bereits, dass das Hochwasser auch Wildtiere im Emsland in Notsituation bringe (s. NOZ vom 29.12.2023). Das Wild suche höher gelegene Bereiche auf, wenn es nicht gestört werde.
Die Jägerschaft handelt nach Ansicht von Hüsing verantwortungsbewusst – viele Jagden seien abgesagt worden. Trotzdem schlägt Hüsing seinen Jagdkollegen vor, die Jagd in von Hochwasser betroffenen Gebieten ruhen zu lassen, hierfür seien die Jäger sensibel genug, stellte er fest.
Diese Meinung wird jedoch nicht generell geteilt, kann man einem Kommentar von Anna H vom 2. Januar 2024 zum NOZ-Artikel vom 29.12.2023 entnehmen. Die Aussagen von Herrn Hüsing entsprächen leider nicht der Wahrheit, wenn er verallgemeinere, dass „die Jäger sensibel genug“ für seine Aufrufe seien.
Anna H verweist auf Treib- und Drückjagden, die trotz des Hochwassers in vielen Regionen stattfanden. Und tatsächlich findet man in den Medien weitere Berichte über Gesellschaftsjagden während des Hochwassers, beispielsweise in der Kreiszeitung.

Auch die Revierinhaber in Neudörpen haben aktuell offenbar keine Bedenken gegen die Durchführung einer Treibjagd, wie am 13.01.2024 zu sehen war.

Kurz vor dem Ende der Jagdzeit auf Fasanen zogen sie noch einmal ins Revier. Auf unserem Foto sieht man sie bei einsetzender Dämmerung an einem Wäldchen wenige hundert Meter entfernt von den überfluteten Ackerflächen (Bild oben), wo sich Fasanen sonst gern aufhalten und sogar von den Jägern gefüttert werden.
Ob die Fasanen, die sich zuvor gern an dem Gehölzstreifen zwischen den Äckern aufhielten, abends auf der Strecke der Jäger lagen, ist uns nicht bekannt.

13.01.2024   Neue Ausgabe von „Dörpen Wörtlich“ erschienen
Die Gemeinde Dörpen hat die Ausgabe I./2024 des Mitteilungsblatts „Dörpen Wörtlich“ herausgegeben und in den Umlauf gebracht. Das Blättchen enthält wieder einige nützliche Informationen für die Bürger*innen der Gemeinde – wir werden hier über einzelne Beiträge berichten. Bereits jetzt weisen wir auf Neuigkeiten aus dem Dünenbad hin:
Ab Februar wird ein Frühschwimmtermin mittwochs von 6:30 Uhr bis 7:45 Uhr angeboten. Zudem wird nun donnerstags ab 19 Uhr ein gesondertes Bahnenschwimmen über die gesamte Beckenlänge von 25 Meter möglich.
Weitere Informationen findet man auf www.duenenbad.de

12.01.2024   Abholzungen im Gewerbegebiet am Hafen

Zwischen dem Seitenkanal Gleesen-Papenburg und der Straße Zum Hafen in Dörpen wurde eine Gehölzfläche kahlgeschlagen. Zurzeit wird die Fläche geräumt. Die Arbeiten werden von der Firma Ostendorf aus Cloppenburg vorgenommen, die heute noch vor Ort sein wird.

Dünneres Astholz wird geschreddert und an Heizkraftwerke verkauft, dickere Stämme können noch als Brennholz erworben werden, war vor Ort zu erfahren. 45 Euro soll ein Raummeter kosten, was angemessen erscheint, denn es handelt sich vornehmlich um Birkenholz.
Über den Hintergrund der Abholzung werden wir berichten, wenn uns weitere Informationen vorliegen.

12.01.2024   Falle und Hochsitzreste seit Jahrzehnten in der Landschaft

Am Grünen Weg in Neudörpen liegt am Rande eines Feldes eine größere Tierfalle, die offensichtlich nicht mehr genutzt wird. Zuständig für diese „Altlast“ fühlt sich offenbar niemand, denn die Falle liegt hier seit vielen Jahren. Und sie könnte noch weitere Jahrzehnte hier liegen, denn der mit Kunststoff ummantelte Maschendraht der Falle kann in der Natur lange überdauern. Unmittelbar neben der Falle befindet sich ein Hochsitz, folglich dürfe der Jägerschaft dieser Jagdmüll nicht unbekannt sein.

Nicht weit entfernt, am Verbindungsweg zwischen dem Grünen Weg und dem Mittelweg (auch als Hebbelweg bezeichnet) liegen Reste eines Hochsitzes, der hier ebenfalls über eine lange Zeit offenbar ungenutzt stand und vor einigen Jahren abgebaut, aber nicht entsorgt wurde. Etwa zur gleichen Zeit wurde in der Nähe am Weg ein neuer Hochsitz errichtet, doch für den Müll der ehemaligen Stahlkonstruktion fühlten sich die Erbauer der neuen Jagdeinrichtung offenbar nicht zuständig.
In beiden Fällen könnten die Jagdeinrichtungen von vorherigen Jagdpächtern in die Landschaft gestellt worden sein. Doch damit können sich die aktuellen Jagdpächter offenbar nicht aus der Verantwortung ziehen. Bereits Anfang 2022 teilte der Landkreis Emsland auf Nachfrage mit, dass in solchen Fällen die Neupächter wohl als Besitzer anzusehen seien und abfallrechtlich auch in Anspruch genommen werden könnten.

11.01.2024   Glosse zu „Behandeln Zahnärzte aus Werlte nur noch Pro-Bauern-Patienten?“
Beim Eid des Hippokrates, das war ja mal eine lustige Meldung am frühen Morgen in der Ems-Zeitung. Ein Werlter Zahnarzt und seine beiden Kompagnons wollen keinen mehr behandeln, der die Bauerndemos nicht unterstützt. Au Backe, wenn das man nicht ins Auge geht.
Mich würde es interessieren, wie er das denn kontrollieren will. Mit der Klemme im Mund gestaltet sich so ein Patientenverhör ausgesprochen schwierig. Missverständnisse eingeschlossen. Aber klar doch, so hat es der Maulheld ja gar nicht gemeint, man muss ihn missverstanden haben. Wir werden schon noch sehen, wie er mit allem was er hat, zurückrudert. “Sollte sich jemand durch meine Wortwahl verletzt oder angegriffen fühlen, so möchte ich mich….” Wir kennen das.
Aufrichtig leid tun mir seine beiden Mitstreiter in der Gemeinschaftspraxis. Sie müssen das Geschwurbel des verbohrten Zahnarztes wohl oder übel mittragen. Was sollen sie denn machen? Es ist nämlich davon auszugehen, dass er die beiden mindestens genauso rabiat behandelt wie seine potentiellen Patienten.
A propos Patienten. Wenn jemand kurzfristig einen Zahnarzttermin braucht und ein leeres Wartezimmer bevorzugt, hätte ich da einen Tipp. Aber am besten die Klappe halten! [alf]
Zuerst erschienen auf Hallo Wippingen

11.01.2024   CDU und CSU für die Konzentration in der Landwirtschaft verantwortlich
Konservative schlagen zurzeit verbal auf die Grünen ein und stellen sich als Beschützer der Landwirte dar. Doch in 31 von 40 Jahren haben CDU/CSU den Bundeslandwirtschaftsminister gestellt. Darauf weist ein Beitrag im Blog Hallo Wippingen hin und bezieht sich dabei auf eine Erklärung vom aktuellen Landwirtschaftsminister Cem Özdemir.
Die Förderung des Strukturwandels in der Landwirtschaft, also die gezielte Vergrößerung der landwirtschaftlichen Betriebe durch die Förderung der Betriebsaufgabe bei den kleinen Betrieben sei seit den 1960er Jahren offizielle Politik der EU und aller Bundesregierungen gewesen, schreibt Hallo Wippingen.
Und auch die AFD wolle jetzt – ähnlich wie die CDU/CSU – von den Bauernprotesten profitieren, obwohl ihre politischen Forderungen geradezu im Widerspruch zu den Forderungen der Bauern stünden. Die AFD knüpfe an die völkische Landvolkbewegung der 1920er Jahre mit ihrer Bauernstandsideologie und deren Symbolik an, liest man im Blog Hallo Wippingen, der dabei auf den Faktencheck #AfDNee verweist.

10.01.2024   Emsland verzeichnet hohe Jagdstrecke bei Waldschnepfen
Der Landesjagdbericht bietet viele jagdliche Details und andererseits wildbiologische Grundlagen, die auch für Laien interessant sein könnten. Dabei können die aufgeführten Jagdstrecken Informationen zum Wildtierbestand, aber auch zu Jagdvorlieben der Revierinhaber liefern.
Auffällig im neuesten Bericht ist die relativ hohe Jagdstrecke an Waldschnepfen im Emsland mit 1.399 Tieren, gefolgt von der Grafschaft Bentheim mit 535, dem Landkreis Cloppenburg mit 521 und dem Landkreis Osnabrück mit 466. Weitere Landkreise im Nordwesten verzeichnen ebenfalls Jagdstrecken im dreistelligen Bereich, wobei es sich bei der Gesamtstrecke von 6.020 in der Regel um Abschüsse handeln dürfte, denn Fallwildfunde sind bei Schnepfen sehr selten. Es darf also angenommen werden, dass sowohl das Vorkommen der Tiere als auch das Interesse der Jägerschaft an Waldschnepfen – vornehmlich im Rahmen der Niederwildjagd (Treibjagden) – in den nordwestlichen Regionen besonders ausgeprägt ist.

Waldschnepfengelege (Füchtelmörte Dörpen, April 2022)

Die herausragende Abschusszahl im Emsland lässt sich mit der Grafik im Landesjagdbericht (Anteil der Reviere mit Vorkommen im Sommer) nicht erklären, da das Vorkommen im Emsland nicht höher erscheint als in vielen anderen Regionen.
Der Landkreis Emsland teilt uns mit, man habe keine belastbare Erklärung für die hohe Waldschnepfenstrecke im Emsland. „Die Zahlen werden von den Jagdpächtern in eine entsprechende Online-Plattform eingepflegt und gehen so in den Landesjagdbericht ein. Nach einem Plausibilitätscheck unsererseits erscheinen die Zahlen korrekt (keine Fehleingabe)“, schreibt die Pressestelle des Landkreises hierzu. Ähnlich antwortet ein Mitarbeiter des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW), der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, das an der Erstellung des Landesjagdberichts beteiligt war.

Auf unsere Bitte erläutert der Nabu Emsland Nord den Schutzstatus der Waldschnepfe. Sie unterliegt wie alle europäischen Vogelarten der EU-Vogelschutzrichtlinie (VSRL), ist allerdings in Anhang II/1 aufgeführt und darf somit in allen Mitgliedsstaaten bejagt werden. Gemäß Bundesjagdgesetz (BJagdG) § 2 zählt die Waldschnepfe zu den jagdbaren Arten und ist in Deutschland vom 16. Oktober bis zum 15. Januar eines Jahres zur Bejagung freigegeben.

Laut „Rote Liste Zentrum“ ist die Waldschnepfe aber in der Vorwarnliste der gefährdeten Vogelarten aufgeführt und wird dort im langfristigen Bestandstrend als stark rückläufig gekennzeichnet.
Die Brutbestände sind merklich zurückgegangen. In naher Zukunft ist eine Einstufung in die Kategorie “Gefährdet“ wahrscheinlich.Angesichts des Gefährdungsgrades der Waldschnepfe hält Gerd Middendorf vom Nabu Emsland Nord die Jagdstrecke im Emsland für unverantwortlich hoch. Die Jäger müssen sich ihrer Verantwortung für die Natur bewusst sein und freiwillig auf die Bejagung der Waldschnepfe verzichten. Die Streichung der Waldschnepfe als jagdbare Art ist dringend notwendig oder zumindest die Einführung einer ganzjährigen Schonzeit. Weitere Informationen zur Waldschnepfe bietet der Nabu auf seiner Homepage.

09.01.2024   Einschüchterung statt Information und Diskussion?
Zurzeit wird viel über die Demonstrationen der Landwirte berichtet, so auch von den Redakteuren der NOZ. Die Zeitung bietet ihren Lesern über die Kommentarfunktion zudem die Möglichkeit, ihre eigene Meinung zum Thema und zum Bericht der Zeitung mitzuteilen. In der Regel wird die Anzahl der veröffentlichten Kommentare bereits unter der Titelauflistung angezeigt. Die Kommentare findet man dann unterhalb des Beitrages der Autoren. Zum Beitrag „ Bauernproteste im Emsland: Vor allem auf den Bundesstraßen droht Verkehrschaos“, von Daniel Gonzalez-Tepper und Gerd Schade vom 06.01.2024 (Update am 07.01.2024) findet man beispielsweise drei Leserkommentare.

Bei den bisherigen Demos verschiedener Interessengruppen, angefangen bei Umweltverbänden über Gewerkschaften und Pflegekräften bis zu Menschenrechtsorganisationen sei es immer so gewesen, dass die Teilnehmer sich den Menschen zeigten, ihre Forderungen persönlich präsentierten, oder sogar mit den Passanten ins Gespräch kamen, schreibt ein Leser und fragt: „Was aber soll der Sinn einer Demo sein, bei dem ein Fuhrpark aufgefahren wird?“ Und weiter: „Was ist der Sinn einer öffentlichen Veranstaltung, bei dem durch eine Verkehrsblockade Zuschauer, evtl sogar Sympathisanten, vom Besuch abgehalten werden?“
Eine mögliche Antwort formuliert der Leser ebenfalls als Frage: „Ist es also nur eine Demonstration der ‘Macht ‘, ist das Ganze nur eine einzige Drohung? Gegen wen auch immer.“
Offensichtlich, so die Meinung des Lesers, sei der Zweck der Veranstaltung die Einschüchterung, nicht aber Information und Diskussion.
Ein anderer Leser schreibt: „Leider empfinde ich die Presse zu dem Aufstand der Bauern viel zu unkritisch und einseitig.“ Es gebe seines Wissens keine „Branche“ die mit so wenig Anteil so viele Subventionen (Steuergeld) kassiere. Andere Branchen stünden auch vor Herausforderungen. Hier seien Lösungen gefragt, die die Rentabilität der Betriebe steigerten, unabhängig von irgendwelchen Steuergeschenken. Internationalen Wettbewerb gebe es in fast jeder Branche, nicht nur in der Landwirtschaft.

Manchmal erweitern Leserkommentare also den Blick auf ein Thema. Um die Meinung der Mitleser zu erfahren, muss man also über das Ende des Artikels hinaus ganz nach unten scrollen. Und wenn einem das dort Geschriebene nicht gefällt, kann man immer noch selber einen Kommentar schreiben…

08.01.2024   Landesfeuerwehrpräsident: Es gibt zu viele Steingärten
Seit Beginn des Hochwassers in Niedersachsen gibt es auch Kritik am Katastrophenschutz. Beispielsweise vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Sebastian Lechner in einem Gespräch mit dem NDR. Nach seiner Meinung gibt es bei der Deichsicherheit und bei den Poldern erheblichen Nachholbedarf.
Landesfeuerwehrpräsident Olaf Kapke hält die Debatte für falsch und die Diskussion für populistisch, berichtet der NDR. Es sei richtig, dass nach dem Dauereinsatz ausgewertet werden müsse, was gut und was schlecht gelaufen sei. Aber jetzt Geldforderungen aufzustellen, sei falsch.
Kapke sieht aber auch die Bevölkerung in der Pflicht: Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer müssten in Zukunft darauf achten, dass weniger Flächen versiegelt seien. Noch immer gebe es beispielsweise zu viele Steingärten, sagt der Landesfeuerwehrpräsident dem NDR.
Dem kann man zustimmen – auch in Dörpen sieht man in den Wohngebieten viele Schottergärten, obwohl diese nach § 9 Absatz 2 der Niedersächsischen Bauordnung schon lange verboten sind: Die nicht überbauten Flächen der Baugrundstücke müssen Grünflächen sein, soweit sie nicht für eine andere zulässige Nutzung erforderlich sind.

07.01.2024   Sternsinger singen und sammeln für Amazonien
Nach der Aussendung im heutigen Gottesdienst der Kirchengemeinde St. Vitus sind die Sternsinger in Dörpen unterwegs.
Unter dem Motto „Gemeinsam für unsere Erde – in Amazonien und weltweit“ stehen die Bewahrung der Schöpfung und der respektvolle Umgang mit Mensch und Natur im Fokus der Aktion Dreikönigssingen 2024. Brandrodung, Abholzung und die rücksichtslose Ausbeutung von Ressourcen zerstören die Lebensgrundlage der einheimischen Bevölkerung der südamerikanischen Länder Amazoniens. Dort und in vielen anderen Regionen der Welt setzen sich Partnerorganisationen der Sternsinger dafür ein, dass das Recht der Kinder auf eine geschützte Umwelt umgesetzt wird, ist zur Aktion auf der Homepage des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger’ e.V. zu lesen.

07.01.2024   Als Kolpingbruder im KZ Esterwegen – Veranstaltung der VHS Papenburg
Am Sonntag, den 21. Januar 2024 lädt die Volkshochschule Papenburg um 15:00 Uhr zu einer Veranstaltung mit dem Titel “Als Kolpingbruder im KZ Esterwegen 1935 – Heinrich Kroes aus Werne” ein.
Heinrich Kroes und sechs weitere Mitglieder der örtlichen Kolpinggruppe wurden Anfang August 1935 im münsterländischen Werne in sog. „Schutzhaft“ genommen und zwei Monate später in das KZ Esterwegen überführt. Michael Kroes liest aus dem unmittelbar nach Kriegsende 1945 verfassten Erinnerungsbericht seines Vaters über die Zeit im Lager und berichtet u.a. über den Umgang des Vaters mit dieser Geschichte in seiner Familie und der Gesellschaft. Zuvor wird die Geschichte des KZ Esterwegen 1933 bis 1936 und ihrer Häftlinge vorgestellt.
Kursgebühr: 10 EUR (zu zahlen an der Eintrittskasse ab 14:30 Uhr)
Ort:              VHS, Raum V 1.06, Saal, Hauptkanal rechts 72,
Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 04961/ 922317.

Die Kolpingwerkstätten Papenburg bieten übrigens Entrümpelungsarbeiten (einschließlich Entsorgung) und weitere Leistungen an.

05.01.2024   Samtgemeinde-UPDATE 7 zur Hochwasserlage
Die Hochwasserlage in der Samtgemeinde bleibt insgesamt angespannt. Gemeinsam mit den Experten des WSA Ems-Nordsee beobachtet man, wie sich die steigenden Pegel an Ems und Hase nach Norden auswirken. Zudem bereiten der hohe Grundwasserdruck und die gesättigten Böden Sorgen, schreibt die Samtgemeinde auf ihrer Homepage.

05.01.2024   A31-Aschluss der B401 länger gesperrt
Die Bauzeit an der A31 im Emsland zwischen Dörpen und Rhede verdoppelt sich und soll bis Ostern dauern, berichtet die NOZ.

04.01.2024   Arbeitslosigkeit steigt
Die Arbeitslosigkeit ist in Niedersachsen im Dezember gestiegen; dies trifft auch für das Emsland zu. Aus dem Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Nordhorn ist zu entnehmen, dass sich die Arbeitslosigkeit in diesem Bezirk relativ einheitlich entwickelte. Allerdings hebt sich die Entwicklung im Bereich der Geschäftsstelle Sögel mit einer Zunahme von 15 % deutlich negativ hervor. Im Bereich Lingen stieg die Zahl der Arbeitslosen um 9,3 %, die Geschäftsstelle Papenburg verzeichnet eine Zunahme von 10,9 %.
Hieraus ergibt sich für die einzelnen Geschäftsstellen eine aktuelle Arbeitslosenquote von 3,1 % für Lingen, 3,2 % für Meppen, 3,5 % für Sögel und 4,1 für Papenburg. Somit ist die Arbeitslosigkeit in Nordkreis deutlich höher als im Südkreis.
Ausführlicher hat sich die NOZ mit dem Thema befasst.

04.01.2024   Samtgemeinde veröffentlicht UPDATE 6 zu Hochwasserlage
Die neueren Niederschläge haben in Lehe dazu geführt, dass an der Neuleher Straße zwischen B70 und Bahn Wasser aus dem Regen- und Abwasserkanal ausgetreten ist und den Bereich zweitweise überschwemmt hat. Die Feuerwehr Dörpen hat im Zusammenwirken mit dem Bauhof der Gemeinde Lehe und dem Klärwerk das Areal freigepumpt.
In Heede sickerte Wasser von einer Ackerfläche bis zur Kirchstraße durch und bedrohte diverse Gebäude in der Nähe der Kirche. Die Feuerwehr Heede hat hier gemeinsam mit dem örtlichen Bauhof einen Damm aus Sandsäcken errichtet und die Lage dadurch entspannt. Weitere Details sind im UPDATE 6 vom 03.01.2024 zu lesen.

03.01.2024   Wie Umgehen mit NS-Kunst im Kreishaus?          
Das Emsland-Jahrbuch 2024 ist vor einigen Wochen erschienen. In der Rubrik „Bildende und darstellende Kunst in Geschichte und Gegenwart” enthält es einen Beitrag von Dr. Philipp Scheid, Abteilungsleiter im Fachbereich Bildung, Kultur und Sport beim Landkreis Emsland. Der Titel lautet:

„Wenn Hitler-Fahnen durch die Strassen wehen, /
Darf auch die hohe Kunst nicht abseits stehen.“
– Fritz Mackensens Gemälde für das ehemalige Landratsamt Meppen.

Die drei Gemälde stammen aus dem Jahr 1937 und waren für den damaligen Neubau des Meppener Kreishauses und der Kreissparkasse bestimmt. Das Gebäude ist heute in Meppen als „Höger-Haus“ bekannt und wird in Wikipedia beschrieben. Im Jahr 1984 wurden die Bilder in das neue Verwaltungsgebäude des Landkreises Emsland in der Ordeniederung übernommen.

Scheid erläutert die systemstabilisierende Kunst zur Zeit des Nationalsozialismus und den „Fall Fritz Mackensen“. Mackensen sei heute untrennbar mit der Künstlerkolonie Worpswede verbunden, denn ihm gebühre das Verdienst, jenen unweit von Bremen im Teufelsmoor gelegenen Flecken für die Kunst überhaupt erst erschlossen zu haben, erklärt Scheid. Die kulturpolitische Instrumentalisierung des Moordorfes begann aber bereits unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten. Mackensen war anscheinend durchaus gewillt, seine Kunst in den Dienst der neuen Machthaber zu stellen, doch die Aufmerksamkeit Hitlers blieb ihm offenbar verwehrt.

Bei der Beschreibung der Gemälde lässt sich Scheid auch von der Frage nach einheitlichen Kompositionsprinzipien und einem gemeinsamen inhaltlich-intentionalen Zusammenhang leiten. Die drei Ölgemälde „Birkengruppe mit Findling“, „Moorlandschaft“ und „Kanal mit Schiffen“ sind als politische Landschaften zu sehen: „Das Hünengrab als Nationalstolz und Heimatverbundenheit adressierendes Symbol; die Weißtorfmiete, die gewissermaßen pars pro toto die gewaltige Umwälzung der Ödlandgebiete vor Augen stellt; der Ausbau der motorisierten Binnenschifffahrt in Haren als Ausfluss der wirtschaftlichen Autonomiebestrebungen des „Dritten Reiches“, erläutert Scheid.

Doch wie geht es nun weiter mit Mackensens Gemälde, nachdem ihre Bedeutung praktisch von Seiten des Landkreises öffentlich thematisiert wurde? Es bedürfe der Aufklärung und kontextualisierenden Präsentation der Bilder, schreibt Scheid mit Bezug auf die Kunsthistorikerin Vera Mamerow.

Der Landkreis Emsland sei bestrebt, diese Bilder verbunden mit einer historischen Einordnung der Öffentlichkeit beispielsweise über ein Museum/Ausstellungshaus oder Vergleichbarem zugänglich zu machen, wird auf Anfrage mitgeteilt. Dieses Vorhaben befinde sich aber noch in der Planung, weshalb hierzu nach jetzigem Stand keine konkreten Angaben möglich seien.
Zwei der drei Gemälde befinden sich im Sitzungssaal des Kreishauses. Sollte Interesse an einer Besichtigung dieser beiden Bilder bestehen, werde Herr Dr. Scheid entsprechende Anfragen entgegennehmen (05931/44-1171). Man könnte zudem (noch zu erarbeitende) Informationen zu den Bildern auf der Internetseite des Landkreises Emsland unter www.emsland.de öffentlich abrufbar zur Verfügung stellen.

02.01.2024   Hochwasserlage in der Samtgemeinde weiterhin angespannt
Die Hochwasserlage in der Samtgemeinde Dörpen ist nach wie vor angespannt, aber stabil. Die vom  Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ems-Nordsee (WSA Ems-Nordsee) und vom THW empfohlenen Dammsicherungsmaßnahmen am Küstenkanal in Dörpen wurden umgesetzt.

In Steinbild ist die Lage unter Kontrolle. Die Zufahrt über die L59 von Ahlen ist befahrbar. Somit können die Einwohner den Ort erreichen und die Versorgung kann sichergestellt werden. Der Campingplatz muss aber bis auf weiteres gesperrt bleiben.
Auch in Dersum ist die Situation momentan unter Kontrolle. Grundsätzlich kann allerdings weiterhin keine Entwarnung gegeben werden. Die für die nächsten Tage angekündigten starken Regenfälle werden die Lage wieder zuspitzen. Deshalb wird die Entwicklung in enger Zusammenarbeit mit dem WSA Ems-Nordsee und dem Krisenschutzstab des Landkreises Emsland weiterhin kontinuierlich beobachtet und ständig neu bewertet, schreibt die Samtgemeinde im UPDATE 4 vom 01.01.2024.

01.01.2024   Regenbogen ein Zeichen des Friedens?
Der Regenbogen ist ein atmosphärisch-optisches Phänomen, das als kreisbogenförmiges farbiges Lichtband in einem von der Sonne beschienenen Regenschauer erscheint, ist in Wikipedia zu lesen. Die aktuelle Wetterlage scheint die Entstehung von Regenbögen zu begünstigen. Unser Foto wurde heute im Osten von Dörpen aufgenommen.

Der Regenbogen ist ein wichtiges Element zahlreicher Mythologien und Religionen über alle Kulturen und Kontinente hinweg. In der aktuellen Hochwassersituation spricht uns die jüdische Betrachtung des Phänomens besonders an: Im Tanach, also der Hebräischen Bibel, ist der Regenbogen ein Zeichen des Bundes, den Gott mit Noach, den Menschen und allen Tieren schloss. Laut biblischer Erzählung versprach Gott nach dem Ende der Sintflut: „Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen, denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.“ (Gen 8,21)
Weiter zitiert Wikipedia Gen 9,14–15: „Und wenn es kommt, dass ich Wetterwolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken. Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, dass hinfort keine Sintflut mehr komme, die alles Fleisch verderbe.“ Der Regenbogen gilt somit als Zeichen des Friedens zwischen Mensch und Gott. Wir dürfen also hoffen, dass aus dem aktuellen Hochwasser keine Sintflut wird.
Die Erzählung Gen 9 bleibt übrigens auch im Christentum von besonderer Bedeutung, lesen wird weiterhin in der Online-Enzyklopädie Wikipedia.

01.01.2024   Geeste: Feuer in Tischlerei durch Silvesterrakete
In der Silvesternacht kam es an mehreren Orten in Niedersachsen zu Bränden, so beispielsweise in einer Tischlerei in Geeste durch eine fehlgeschlagene Silvesterrakete, wie die NOZ berichtet. Über weitere Einsätze von Polizei und Feuerwehr in der Silvesternacht im Bereich der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim berichtete das Presseportal.

31.12.2023   Samtgemeinde Dörpen informiert über Hochwasserlage
Durch das Hochwasser ist der Küstenkanaldamm zwischen der B70 und der Heeder Straße sehr stark aufgeweicht, aber aktuell nicht bruchgefährdet. Allerdings müssen an zwei Stellen Bäume abgesägt werden, denn ansonsten könnten die Bäume schon bei geringerem Wind mit dem Wurzelwerk umgeworfen werden und dabei den Damm aufreißen.
Eine Gefahr für das Wohngebiet Nördlich Nordesch besteht nicht, da der Wasserstand auf der Nordseite des Küstenkanals erheblich unter dem Niveau der Wohnbebauung liegt. Trotzdem wird für das Gebiet Nördlich Nordesch ein Böllerverbot zu Silvester verhängt, damit die Fällarbeiten in unmittelbarer Nähe nicht beeinträchtigt werden. Die Meldung der Samtgemeinde von heute ist hier zu finden.

30.12.2023   Offene Klappen an Windenergieanlagen
In der Dörpener Füchtelmörte produzieren viele Windenergieanlagen (WEA) Strom, manchmal allerdings auch laute schlagartige Geräusche. Grund dafür sind ggf. offene Klappen an der Gondel hoch oben am Turm.

Durch die Rotation ändert sich die Stellung der Klappen permanent, wobei sie in der Regel einmal je Umdrehung an das Gehäuse schlagen.

So war es im April 2022 (Bild oben) an einer WEA zu verfolgen und ebenso dieser Tage an einer anderen Anlage. Wenn die WEA allerdings nicht rotiert, bewegt sich die Klappe nur ein wenig durch den vorherrschenden Wind. Romantisch wie im Volkslied „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“ ist das Scheppern der WEA allerdings nicht.

29.12.2023   IW-Verbandsumfrage zeichnet düsteren Ausblick
Zum Jahreswechsel befragte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) wieder deutsche Branchenverbände nach der aktuellen Geschäftslage und ihrem Blick auf das neue Jahr. Die Ergebnisse der Befragung sind festgehalten im IW-Report Nr. 66. Schon der Titel des Reports macht wenig Hoffnung: „Keine Erholung in Sichtweite“.
Für Dörpen mit dem größten Arbeitgeber Nordland Papier ist natürlich die Papierbranche von Interesse. Das IW hat als Wirtschaftszweige die Papierverarbeitung und Papierfabriken in einer Tabelle im Anhang des Reports aufgeführt.
Die erste Frage zielte auf die allgemeine Stimmungslage in den Unternehmen des Wirtschaftszweigs. Als mögliche Antworten konnte angegeben werden, ob man die Lage besser, genauso oder schlechter als zum Jahreswechsel 2022/2023 einschätzte. Für die Papierverarbeitung wird „genauso“ angegeben, für die Papierfabriken allerdings „schlechter“.
Die zweite Frage lautet: Welches Produktionsergebnis (ggf. preisbereinigtes Umsatz- bzw. Geschäftsergebnis) erwartet Ihr Wirtschaftszweig für das Jahr 2024? Für beide Wirtschaftszweige lautet hier das Ergebnis „gleichbleibend“.

Weiterhin fragte das IW, wie sich die Investitionen in 2024 entwickeln werden. Hier ist das Resultat für die Papierverarbeitung wiederum „gleichbleibend“, während die Papierfabriken weniger Investitionen als 2023 erwarten.
Die vierte Frage zielte auf die Entwicklung der Anzahl der Beschäftigten in 2024. „Gleich viele“ lautete die Antwort der Befragten der Papierverarbeitung, dagegen erwarten die Papierfabriken weniger Beschäftigte als in 2023.

29.12.2023   Müllabfuhr in Hochwassergebieten eingeschränkt
Der Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Emsland (AWB) teilt mit, dass aufgrund der aktuellen Hochwasserlage nicht alle Straßen im Emsland von der Müllabfuhr angefahren werden können. Falls ein Grundstück oder eine Straße aufgrund des Hochwassers nicht anfahrbar sei, sollten die Abfallbehälter nach Möglichkeit an der nächstgelegenen, für Sammelfahrzeuge befahrbaren Straße bereitgestellt werden, schreibt der Landkreis Emsland in einer Pressemitteilung.

28.12.2023   Dortmund-Ems-Kanal tritt über das Ufer

Das Wasser des Dortmund-Ems-Kanals (kurz DEK, oft auch als Ems bezeichnet) ist im Bereich der Gemeinden Dersum, Heede, Dörpen und Lehe an mehreren Stellen über das Ufer getreten. Beispielsweise steht der Radweg westlich des Kanals unterhalb der Emsbrücke unter Wasser.

Überfluteter Bereich der Schleuseninsel

Auch an der Schleuse Bollingerfähr sind Abschnitte des Weges östlich des Wehrs und weiter nördlich die Umgebung des Spieksees überflutet. Zudem ist der nördliche Bereich der Schleuseninsel zwischen der Schleuse und dem Wehr teilweise vom Wasser überschwemmt. Am Wehr fließt das Wasser mit großer Geschwindigkeit ohne erkennbarer Fallstufe Richtung Norden.

27.12.2023   Kreishaushalt beschlossen – auch Grüne stimmen zu
Der Kreistag des Landkreises Emsland hat den Haushalt für 2024 mit großer Mehrheit beschlossen. Dabei stimmte auch die Grüne Kreistagsfraktion der Vorlage zu, obwohl laut Ems-Zeitung vom 20.12.2024 (Printausgabe) zwei Anträge der Fraktion abgelehnt wurden (s.a. NOZ vom 19.12.2023). Ganz so wie die Zeitung schreibt war die Situation allerdings offenbar nicht, kann man einer Pressemitteilung der Grünen vom 22.12.2023 entnehmen: Die Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen hatte zwei Anträge zum Haushalt des Kreises Emsland 2024 gestellt. Sie wurden zwar nicht exakt wie beantragt angenommen, aber die wesentlichen Inhalte wurden übernommen und einstimmig beschlossen, erläutern die Grünen. Konkret ging es um die Anträge auf Einrichtung einer Beratungsstelle/Servicestelle für die Kommunen im Emsland zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und zur Klärung der Randbedingungen für die Gründung einer kreisweiten emsländischen Bürgerenergiegenossenschaft.

26.12.2023   Baumfällungen am Sportpark

Am Sportpark wurden in letzter Zeit Baumfällarbeiten vorgenommen. Das Ergebnis ist bezogen auf die relativ kleine Fläche eine beachtliche Menge Holz, wie an mehreren Holzpoltern an den beiden angrenzenden Straßen zu sehen ist.

Die Arbeiten direkt am Zaun des Sportparks im unebenen Gelände mit schweren Forstmaschinen stellte offenbar eine Herausforderung für die Waldarbeiter dar. Im hinteren Bereich des Geländes  sieht man schiefgestellte und geknickte Zaunstangen.

Unter den schwierigen Bedingungen wäre der Einsatz von Rückepferden wohl eine weniger schadensträchtige Lösung gewesen, aber in der modernen Forstwirtschaft kommt diese Arbeitsmethode nur noch selten zum Einsatz. Vereinzelt wird das Holzrücken jedoch noch mit Pferden vorgenommen, wie ein Artikel auf der Homepage der Zeitschrift „Land & Forst“ zeigt.

25.12.2023   Leher Wiesen unter Wasser

Zwischen Dörpen und Lehe sind größere Bereiche der Leher Wiesen überschwemmt.

Auch die Unterführung der B401 in der Nähe des Spieksees ist so weit mit Wasser gefüllt, dass eine Unterquerung der Bundesstraße nicht möglich ist. Tendenziell scheint der Wasserstand mittlerweile jedoch zu sinken und dann hoffentlich wieder trockenere Wiesen zur Wiesenvogelbrutzeit hinterlassen.

Wer mehr über die Entstehung und die Bedeutung des Wiesenvogelschutzgebiets Leher Wiesen für den Naturschutz erfahren möchte, findet auf der Homepage des NABU Emsland Nord einen Bericht aus dem Jahre 2000. Aktuelle Einschätzungen (Mai 2023) zum Wiesenvogelschutz im Rahmen des Masterplans Ems geben Heinrich Pegel von der Naturschutzstation Ems des Niedersächsisches Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz und Karl-Heinz Augustin vom NABU in einem Interview, das auf der Homepage des NLWKN zu lesen ist.

24.12.2023   Rehkadaver in der Füchtelmörte
Am Montag, den 19.12.2023 wurde in der Dörpener Füchtelmörte am Rande eines Wäldchens südlich der B401 ein Rehkadaver vorgefunden. Das verendete Tier lag unweit eines Hochsitzes in einer leichten Vertiefung auf einem Gestrüpphaufen, allerdings nicht eingegraben oder abgedeckt, wie es bei einem Luder, also einem toten Tier zum Anlocken von Beutegreifern, üblich wäre.

Zwei Tage später war der Kadaver nicht mehr vorzufinden, lediglich wenige Haare fanden sich am Fundort und einige Meter davon entfernt. Bekannt ist, dass Wölfe das ehemalige Moorgebiet durchstreifen, weshalb ein Riss durch einen Wolf durchaus anzunehmen wäre. Zur weiteren Klärung wurden die Fotos einigen Experten (Jäger, Wolfsberater) zur Ansicht übermittelt. Gegen einen Riss durch einen Wolf sprach sich kein Experte aus. Die Einschätzungen reichten von zurückhaltender Beurteilung mit Verweis auf mögliche andere Todesursachen, etwa Fallwild oder Riss durch einen Hund, bis eindeutiger Zuordnung zum Wolf als Verursacher. Als Gründe für einen Riss durch einen Wolf wurden die unverletzten Gelenke und die Rückenlage des Kadavers angeführt, zudem spräche für den Wolf, dass das Haupt des Rehes nicht abgetrennt sei und die „saubere Arbeit“.

23.12.2023   Hochwasser: Behörden rechnen mit Verschärfung der Lage
Das steigende Wasser im Dortmund-Emsland-Kanal hat die Räumung eines Campingplatzes in Ufernähe erforderlich gemacht, berichtet die NOZ. In Meppen-Bokeloh wird für die Hase die Meldestufe 1 (von 4) um 17 Uhr angegeben. Schlimmer ist die Lage jedoch beispielsweise an der Hunte in Huntlosen bei Oldenburg, denn hier ist zur gleichen Zeit die Meldestufe 3 erreicht, wie auf der Karte Pegelonline vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zu sehen ist. Allerdings werden die Daten immer wieder aktualisiert, so dass sich die Meldestufen entsprechend ändern.

Für Dersum und Dörpen werden keine entsprechenden Warnungen veröffentlicht, jedoch sind auch hier viele Ackerflächen unter Wasser, wie z. B. nördlich des Ortes Dersum.

Überschwemmungsflächen bei Dersum beidseitig eines befestigten Weges

Ebenso ist das Wasser am Wendebecken in Dörpen bereits so hoch, dass die Spitze der Halbinsel zwischen dem Dortmund-Emsland-Kanal und dem Wendebecken überschwemmt ist.

Die Entwicklung der Lage kann auf der Homepage des NLWKN verfolgt werden.

esmäßigen Zustand des Grundstücks und darauf befindlicher baulicher Anlagen verantwortlich. Hoffen wir also auf Klärung durch den Wasser- und Bodenverband.

21.12.2023   Papenburg verleiht Umweltpreis
Den ersten Platz des Papenburger Umweltpreises 2023 erhielten gemeinsam das Gymnasium Papenburg und die Michaelschule Papenburg.
Das Projekt “Radwegampel” des Gymnasiums Papenburg umfasst eine App zur Dokumentation und Gefährlichkeitseinschätzung von Radwegepunkten und eine TrackingBox.
Die Michaelschule Papenburg integrierte zahlreiche umweltbewusste Aktionen in ihr Bildungsangebot. Die Schwerpunkte lagen auf Umweltbildung und -erziehung sowie nachhaltiger Mobilität.
Der Umweltpreis der Stadt Papenburg mit einem Gesamtpreisgeld von 3.000 Euro wird alle zwei Jahre verliehen. Weitere Informationen zur diesjährigen Preisverleihung sind auf der Homepage der Stadt Papenburg hier zu lesen.

20.12.2023   Ausstellung und Podcast zur Hölle im Moor
Am Windthorst-Gymnasium Meppen wurde eine Ausstellung zum Seminarfach „Hölle im Moor“ erarbeitet. Die Ausstellung präsentiert Ergebnisse der Facharbeiten der Seminarteilnehmerinnen bzw. Seminarteilnehmer, die sie nach intensiver Auseinandersetzung mit einzelnen Aspekten der Geschichte des Lagers und der Kriegsgräberstätte Versen verfasst haben. Aufgrund eines Wasserschadens ist die Ausstellung nur noch bis zum Abend des 21.12.2023 zu besuchen. Allerdings bietet die Homepage des Windthorst-Gymnasiums viele Informationen zum Seminar. Zudem hat die Ems-Vechte-Welle hierzu einen Podcast erstellt.

20.12.2023   UPM entwickelt PFAS-freie Papierverpackungen
Die UPM-Sparte Specialty Papers, zu der auch UPM Nordland in Dörpen gehört, bietet dem Heimtiernahrungsmarkt neuerdings papierbasierte Verpackungen ohne PFAS-Chemikalien an. Dies berichtete die Internetausgabe der Verpackungsfachzeitschriften neue verpackung am 08.11.2023. Das Kürzel ⁠PFAS steht für „per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen“. Diese Chemikalien werden in vielen Anwendungen für ihre wasser-, fett- und schmutzabweisende Funktion genutzt, auch in Verpackungspapieren. In der Informationsschrift „Schwerpunkt 1-2020: PFAS. Gekommen, um zu bleiben“ widmet sich das Umweltbundesamt diesen sogenannten Ewigkeitschemikalien.

19.12.2023   Papenburg: Grüne stimmen Haushalt zu
Die mittelfristige Finanzplanung (bis einschließlich 2027) der Stadt Papenburg sieht Investitionen von fast 52 Millionen Euro bei einer Nettoneuverschuldung von rund 43,6 Millionen Euro vor. Trotz der enormen Neuverschuldung stimmten auch die Grünen seit Jahren erstmals wieder dem Haushalt zu, berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung heute.
Auf Nachfrage erläuterte Birgitt Ridder-Stockamp, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat, die Position ihrer Fraktion. Die kommenden Jahre würden zweifellos Herausforderungen mit sich bringen, insbesondere für Städte und Kommunen in der Größe von Papenburg, denn sinkende Einnahmen seien absehbar. Somit sei man gefordert, sorgfältig darüber nachzudenken, wo Einsparungen möglich seien.
In diesem Prozess dürften jedoch grundlegende Aspekte nicht vernachlässigt werden. Der soziale Bereich, der Klimaschutz und die Wirtschaftsförderung sind nach Ansicht von Ridder-Stockamp von entscheidender Bedeutung für das Wohlergehen Papenburgs. Daher müsste verantwortungsbewusst agiert und sichergestellt werden, dass diese Bereiche weiterhin unterstützt würden.
Die Grünen stimmten dem Haushalt nun zwar zu, sehen dabei aber die Notwendigkeit, auch in den kommenden Jahren Einsparungen vorzunehmen. Gemeinsam mit den anderen Fraktionen werde man darauf achten, dass dies sozialverträglich geschehe und dass essentielle Projekte nicht unnötig aufgeschoben würden. Papenburg stehe vor einer großen Aufgabe, die nur gemeinsam bewältigt werden könne, so Ridder-Stockamp.

18.12.2023   Schwäne im ehemaligen Moor
In der Dörpener Füchtelmörte, dem ehemaligen Moorgebiet an der Grenze zur Gemeinde Neubörger, kann man zurzeit viele Schwäne beobachten. An manchen Tagen sieht man einige Hundert auf einem abgeernteten Maisfeld, an anderen Tagen mehrere kleinere Gruppen auf verschiedenen Feldern. Offenbar handelt es sich um Wintergäste und Durchzügler aus Nordeuropa. Das Foto zeigt Singschwäne, die sich durch die schwarze Schnabelspitze vom Höckerschwan unterscheiden. Mehr Informationen findet man beim Naturschutzbund Nabu.

17.12.2023   Kirchliche Termine und Angebote über Weihnachten
Auch wenn die Anzahl der Kirchenbesucher im Verlauf der Jahre anscheinend immer mehr nachlässt, gehört der Besuch eines Gottesdienstes zu Weihnachten für viele Menschen weiterhin zum festen Bestandteil der Feiertagsplanung. Allerdings können die üblichen Termine zu Weihnachten ergänzt oder geändert werden. Aktuelle Informationen bieten die Internetseiten der drei in Dörpen aktiven Kirchengemeinden:
Pfarreiengemeinschaft Maria Magdalena
Ev.-luth. Emmauskirchengemeinde Dörpen
Christus Kirche Dörpen

16.12.2023   Aktivität im Gewerbegebiet B70 noch überschaubar

Im Mitteilungsblatt „Dörpen wörtlich”, Ausgabe II./2023 wurde im Sommer auf Aktivitäten im Gewerbegebiet B70 hingewiesen. Zum Ende des Jahres 2023 sind tatsächlich zwei neue Informationstafeln auf dem Grundstück eines Investors zu sehen und einige Container sind auch hinzugekommen. Dass hier eine Gewerbehalle aus dem Boden wächst, ist zurzeit allerdings noch nicht zu erkennen – hoffen wir also auf 2024.

16.12.2023   Nutriabauten werden zur Gefahr
Im Emsland gibt es wohl kaum noch Gräben, an denen keine Nutrias leben. Die Tiere finden hier offenbar gute Lebensbedingungen vor, auch weil die milden Winter der vergangenen Jahre nicht zur Bestandsreduzierung der eigentlich in Südamerika beheimateten Tiere beigetragen haben.


Die Tiere bauen große Wohnhöhlen im Uferbereich von Gewässern. Ihre Nahrung finden die Pflanzenfresser im Wasser oder auf angrenzenden Uferflächen und Äckern. Schwankende Wasserstände verändern die Bodenfestigkeit, und bei erhöhten Wasserständen und höheren Fließgeschwindigkeiten treten Kantenabbrüche über viele Meter entlang von Gräben auf. Der Boden gelangt dabei in den Fließstrom des Gewässers und wird als Schwebstoff mitgeführt, bis er sich an ruhigeren Gewässerabschnitten ablagert.

In der Samtgemeinde Dörpen sind beispielsweise die Uferbereiche der Wippinger Dever stark durch Nutriabauten geschädigt. Die Unterspülungen und Abbruchkanten reichen oftmals viele Meter in die angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen und werden dann zu Gefahrenstellen für Rinder und Pferde oder landwirtschaftliche Maschinen. Der ausgespülte Boden trägt zur Sedimentfracht in der Wippinger Dever bei. Diese wird zum großen Teil bis zur Mündung in den Seitenkanal Gleesen-Papenburg mitgeführt und lagert sich hier bei verringerter Fließgeschwindigkeit ab. Der ehemals etwa drei Meter tiefe Kanal ist hier weitgehend verlandet –  es sind Inseln entstanden, durch die das Wasser Richtung Norden mäandert. Auf diesen Inseln und Halbinseln hat sich in den vergangenen Jahren eine Auenlandschaft gebildet, die vielleicht sogar schützenswert wäre. Die Entwässerungsfunktion des Kanals dürfte jedoch nach und nach unter der Verlandung leiden.

15.12.2023   Parkplatzmangel am Bahnhof Dörpen
Der Bahnhof Dörpen wurde vor einigen Jahren erneuert, und die in Rahmen der Baumaßnahmen angelegten Parkplätze schienen zunächst auszureichen. Seit Monaten ist dies jedoch nicht mehr der Fall. An manchen Tagen stehen viele Fahrzeuge außerhalb der gepflasterten Parkplätze auf aufgeweichten Böden. Ein Bedarf an weiteren Stellplätzen ist somit offensichtlich. Nach Auskunft der zuständigen Kommunikationsabteilung – Regionalbüro Hamburg – der Deutschen Bahn werden Parkflächen an Bahnhöfen in der Regel jedoch von den Städten/Kommunen vorgehalten. Dies bestätigt auf Nachfrage auch Heinz-Hermann Lager, Erster Samtgemeinderat in der Verwaltung in Dörpen. Die gesamte Park & Ride-Anlage auf beiden Seiten des Bahnhofs sei von der Gemeinde Dörpen gebaut und bezahlt worden, allerdings habe es erhebliche Zuschüsse von der Landesnahverkehrsgesellschaft und vom Landkreis gegeben. Der größte Teil der Anlage auf der Westseite liege auf Flächen der Gemeinde Dörpen, wofür man eigens zusätzliche Flächen erworben habe, und hier seien noch Reserven für die Erweiterung vorhanden. Auf der östlichen Seite seien die Parkplätze allerdings mit Zustimmung der Bahn auf Grundstücken der Bahn gebaut worden, so Lager. Auch die Verwaltung beobachte, dass der Bahnhof sehr gut angenommen werde. Zutreffend sei auch, dass inzwischen häufiger parkende Autos auf den nicht befestigten Flächen abgestellt seien, weil die ausgebauten Parkplätze nicht immer ausreichten. Wenn sich diese Situation verstetige, sollte man aber darüber nachdenken, weitere Flächen zu befestigen, schlägt Lager vor. Das sollte im Übrigen frühzeitig geplant werden, damit wieder Fördermittel eingeworben werden können. Dazu kann man die Gemeinde nur ermutigen.

14.12.2023   Papenburg baut neue Regenrückhaltebecken
Die Stadt Papenburg baut neue Regenrückhaltebecken in einer Siedlung an der Emdener Straße, um den Hochwasserschutz zu erhöhen. Die Regenrückhaltebecken dienen dazu, Regenwasser aufzufangen und kontrolliert abzuleiten, um Überschwemmungen in Zeiten von starken Niederschlägen zu verhindern. Der Beginn der Arbeiten ist für Januar 2024 geplant, berichtet die Ems-Vechte-Welle.

13.12.2023     Residenter Einzelwolf in Dörpen
Wie die Emszeitung am 27.11.2023 berichtete, hat sich im Raum Dörpen ein Wolf niedergelassen; das niedersächsische Wolfsmonitoring stuft ihn als „residenten Einzelwolf“ ein. Dem Rüden konnten mittels DNA-Proben seit 2022 mehrere Nutztierrisse zugeordnet werden. Weidetiere sollten deshalb wolfssicher eingezäunt sein. Der Mindestschutz gemäß Richtlinie Wolf ist oftmals nicht gegeben, reicht jedoch auch nicht immer aus, wie entsprechende Auswertungen in den Umweltkarten Niedersachsen zeigen. Sicherer scheint es, den Herdenschutzempfehlungen des NABU Niedersachsen zu folgen.