„Das letzte Wort hat der Führer“

Detlef zum Winkel, erstmals veröffentlicht in Konkret Magazin Hamburg

Das iranische Regime reagiert auf die jüngsten Aufstände mit äußerster Brutalität.

Der Teheraner Basar streikt! Wie ein Lauffeuer ging die Nachricht Ende Dezember durch den Iran. In allen Landesteilen flammten Proteste auf, in dutzenden Städten gingen die Menschen auf die Straße, versammelten sich auf Märkten, zogen vor Verwaltungsgebäude und lieferten sich Scharmützel mit Revolutionsgardisten und deren freiwilligen Hilfstruppen, den Basidsch. Präsident Peseschkian bot zunächst einen Dialog mit den Demonstrierenden an, doch sein Versuch einer Besänftigung blieb wirkungslos. Der Aufruhr weitete sich aus und radikalisierte sich mit Forderungen gegen das Regime der Klerikaldiktatur und seinen sogenannten obersten Führer Khamenei.

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Atempause in Gaza

Detlef zum Winkel, erstmals erschienen in Konkret Magazin Hamburg

„Ich bin keine Tragödie, ich bin ein Mensch.“ Die Süddeutsche Zeitung ließ zwei Jugendliche aus Gaza zu Wort kommen, um über Krieg und Zerstörung in den letzten beiden Jahren zu berichten. Wie konnten sie unter einem lauten, einem brüllenden Himmel überleben, dem Wirrwarr aus Explosionen, Nachrichten und Angst entkommen, von einer Fluchtstätte zur nächsten ziehen, ihr Haus verlassen und zwischen Trümmern wiederfinden? Es ist ein bewegendes Zeugnis: „Gaza brach vor unseren Augen zusammen. Ganze Städte wurden dem Erdboden gleichgemacht. Straßen verschwanden. Wahrzeichen wurden zu Staub. Ich kochte über offenem Feuer. Ich trug Wasser in Eimern. Manchmal benutzten wir Meerwasser. Manchmal hatten wir gar nichts. Jeden Tag wachte ich auf und überlegte, wie ich es bis zum nächsten Tag schaffen könnte. Wir hatten keinen Strom. Kein Gas. Kein Internet. Nur Dunkelheit“ (SZ, 17.10.2025).

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Abrüstung JETZT!

– Warum es keine vertretbare Alternative hierzu gibt.

Autorenpapier von Karl W. Koch / Klaus Moegling / Bernhard Trautvetter

Die Forderung nach einer international abgestimmten Abrüstung erscheint zum jetzigen Zeitpunkt unrealistisch. Jedoch zeigt der Beitrag, dass es keine Alternative hierzu gibt. Entweder die Staaten und die globalen Institutionen entscheiden sich, das militärische Eskalationspotenzial in gemeinsamer Anstrengung zurückzufahren oder wir gehen in eine negative, disruptive Zukunft. Doch was kann die Mächtigen und Herrschenden motivieren, sich in ihrem Expansionsdrang einzuschränken und den Aufrüstungskurs und das militante und aggressive Vorgehen zu beenden?

Für Eilige
Inhaltsverzeichnis: https://gruenealternative.de/wp-content/uploads/2026/01/Abr_Jetzt_Inhaltsverzeichnis.pdf
Forderungen: https://gruenealternative.de/wp-content/uploads/2026/01/Abruestung-JETZT_f1_Ford.pdf

Gesamtpapier: https://gruenealternative.de/wp-content/uploads/2026/01/Abruestung-JETZT_f1.pdf

Das Abrüstungspapier wurde in 3 Teilen auf Pressenza, einem internationale Presseportal, veröffentlicht:

Teil 1: https://www.pressenza.com/de/2026/01/abruestung-jetzt-warum-es-keine-vertretbare-alternative-hierzu-gibt-teil-1/
Teil 2: https://www.pressenza.com/de/2026/01/abruestung-jetzt-warum-es-keine-vertretbare-alternative-hierzu-gibt-teil-2/
Teil 3: https://www.pressenza.com/de/2026/01/abruestung-jetzt-warum-es-keine-vertretbare-alternative-hierzu-gibt-teil-3/

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Neuer massiver Bruch des Völkerrechts: Venezuela

Wieder hat ein tyrannischer Despot unter Missachtung aller völkerrechtlichen Vorgaben ein kleineres Nachbarland angegriffen. Zivile Wohngebiete werden bombardiert. Anders als in der Ukraine gelang es dem Aggressor offenbar den obersten, gewählten Repräsentanten des Landes zu kidnappen. Auf diesen erneuten fürchterlichen Bruch aller rechtlichen, rechtsstaatlichen und völkerrechtlichen Regeln werden die EU inkl. Deutschland selbstverständlich mit umfangreichen Sanktionen reagieren. Derartiges darf die Weltöffentlichkeit einem Aggressor nie ungestraft durchgehen lassen, sonst ist die regelbasierte Weltordnung endgültig nicht mehr zu retten.

Das Recht des Stärkeren darf nicht regieren.

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Ungleich in den Kollaps? Warum Nachhaltigkeit eine Frage des Zusammenlebens ist

Literaturtipp: Davide Brocchi in Jahrbuch Ökonomie und Gesellschaft (Metropolis Verlag)

Ein absolut lesenswerter und hervorragend begründeter Artikel ist im aktuellen Jahrbuch Ökonomie und Gesellschaft (Metropolis Verlag) erschienen. Davide Brocchi argumentiert, dass die heutige Gesellschaft bereits mitten in einer tiefen Transformation steckt, die aufgrund der Polykrise (Klimawandel, soziale Spaltung, geopolitische Konflikte) eher auf einen Kollaps als auf eine gestaltete Zukunft zusteuert. Hauptursache ist die soziale Ungleichheit, die Vorteile systematisch bei Eliten konzentriert und Kosten auf ärmere Gruppen, den Globalen Süden und zukünftige Generationen abwälzt.

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Sophie von der Tann, der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis und die Hetzer

Vorab: Wir begrüßen die Preisvergabe, finden sie nicht nur richtig, sondern notwendig und gratulieren Frau von der Tann ausdrücklich für ihre mutige und fachlich hervorragende, sehr ausgewogene, faire Berichterstattung. Sie ist ein Leuchtturm im deutschen Journalismus und den öffentlich-rechtlichen Medien, die manches Mal leider den gesetzten Ansprüchen nicht genügen! Sophie von der Tann ist eine tolle Reporterin, sie betrachtet immer unparteiisch alle Seiten und Aspekte eines Konfliktes. Sie hat unsere volle Solidarität verdient!

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Jahrestreffen der Aktiven von SND

(Sicherheit Neu Denken)

Das Jubiläums-Aktiventreffens „10 Jahre Sicherheit neu denken“ fand am Wochenende 28.-30.11.2025 auf der Ebernburg statt, für die Grüne Alternative nahm Karl-W. Koch teil. Hier die interessantesten Beiträge in einer gekürzten Zusammenfassung.

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‚Überdenkst Du deine falschen und gefährlichen Worte?‘

Diesen Beitrag entnehmen wir der Hagalil.com -Jüdisches Leben Online, mit freundlicher Genehmigung des Autors, Detlef zum Winkel

Ein Brief an Taner Akçam, Soziologe, Historiker und Inhaber des Lehrstuhls für die Geschichte des armenischen Genozids an der Clark University in Massachusetts, USA. Prof. Akçam war einer der ersten türkischen Wissenschaftler, die den Genozid an den Armeniern öffentlich thematisierten.

Lieber Taner,

vor kurzem kam ich mit einem jungen Mann türkischer Herkunft ins Gespräch, Thema Israel. Es war eine dieser Diskussionen, wie sie derzeit tausendfach geführt werden. „Gib zu, dass Israel Völkermord an den Palästinensern verübt“, forderte er mich wieder und wieder auf. Dann kam er auf Dich zu sprechen und war erstaunt zu erfahren, dass wir uns kennen. Ich wiederum war erstaunt, welche Wirkung ein akademisches Statement, eben Deines, entfalten kann und wie simpel es benutzt wird.

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