07.03.2026
Seit Jahrzehnten lagern Abdeckplanen in der Dörpener Füchtelmörte in mehreren Gehölzstreifen, die sich vornehmlich im Eigentum des Wasser- und Bodenverbandes Wippinger- und Haardever befinden. Und auch die Bestrebungen, diese Planen zu bergen und zu entsorgen ziehen sich schon einige Jahre hin. So berichtete die Emszeitung (NOZ) am 03.04.2023, dass der Landkreis Emsland die Beseitigung der bereits weitgehend von Laub, Ästen und Moos bedeckten Planen als zu aufwendig und kostspielig betrachtete, auch weil von den Planen keine akute Gefahr ausgehe. Weitere Versuche, den Landkreis umzustimmen, waren erfolglos.
Im Rahmen des Umwelttages am heutigen Samstag zeigten Landwirte aus Dörpen und Neudörpen allerdings, dass der Aufwand der Entsorgung bei richtiger Maschinenausstattung und persönlicher Einstellung auch zeitlich überschaubar gestaltet werden kann.
Nachdem einige Büsche zu den Lagerstätten im Wäldchen zurückgeschnitten waren, konnte ein Trecker mit einer Rundballenzange die einzelnen Planenhaufen relativ gut greifen und aufnehmen.
Wenn sich zeigte, dass sich unter der obersten Siloplane weitere Folien befanden, wurden diese teilweise freigegraben und mit einem Seil oder einer Kette umgeben, dann zusammengezurrt und aus dem Bestand gezogen. Dabei war manchmal durchaus auch körperliche Arbeit mit Haken, Spaten und bloßen Händen nötig, aber der sichtbare Fortschritt bei der Arbeit motivierte dazu, gleich sechs Haufen von Abdeckplanen zu bergen, und dies innerhalb von weniger als drei Stunden. Die Planen und weiterer Plastikmüll aus der Umgebung wurden auf einem landwirtschaftlichen Anhänger gesammelt und sollen Anfang der Woche auf der Mülldeponie Dörpen entsorgt werden.
Ganz ist die Füchtelmörte damit allerdings noch nicht von Plastikplanen befreit. Entlang von Gräben und in Büschen oder Gehölzen befinden sich weitere Haufen von Abdeckplanen, die noch geborgen werden können. Hierzu muss – wie bei der heutigen Aktion – zuvor die Zustimmung der Flächenbesitzer zum Befahren der angrenzenden Fläche eingeholt werden, was sich natürlich erübrigt, wenn dieser an der Bergungsaktion beteiligt ist, wie es heute der Fall war.



